Shalimar Parfum Initial

Duftbeschreibung: Shalimar Parfum Initial

Aus dem Jahre 2011 ist das Eau de Parfum Shalimar Parfum Initial nicht mehr aus der Hand der Parfümeursfamilie Guerlain selbst, aber unter dem Branding erschaffen worden. Die Initial-Version ist kein Abklatsch und auch keine Reformulierung vom ehrwürdigen Shalimar aus 1925, sondern eine Neuschöpfung mit Anlehnung an das große Shalimar. Hinter Initial steht der eingekaufte Parfümeur Thierry Wasser, der regelmäßig für das Haus Guerlain Elixier um Elixier mixt, wie etwa das kürzlich gelaunchte La petite Robe noire. Wasser ist ein Meister der Gourmands und so komponiert und interpretiert er unermüdlich köstlichste Aromen, die in namhaften Parfüms wiederzufinden sind. Gourmandig geht es auch in Shalimar Initial zu, das auf eine Basis aus Karamell, Tonka und Vanille endet.

Shalimar Parfum Initial Flakon

Shalimar Parfum Initial Flakon

Kopfnote von Shalimar Parfum Initial

Wo das Shalimar aus 1925 etwas sehr Unangenehmes den Duft eröffnet, hält Shalimar Parfum Initial sich deutlich zurück. Die Bergamotte, wie sie auch in Shalimar vorkommt, zeigt sich in Shalimar Initial nur dezent. Zitrusnoten fehlen ganz und werden durch grüne Noten ersetzt. Sie zeigen sich pudrig, fast staubig, in einem schmutzigen, nicht strahlenden und satten Grün. Die grünen Noten erinnern fast schon an verdarbtes Gras, das bald schon Heu sein wird. Es wirkt krautig, wenig romantisch und man ahnt schon bald, dass Shalimar Initial nicht in dieselbe ausgewogene Süße münden wird, wie Shalimar. Im 1925er Shalimar vermutet man Orangenblüten. Die Orangennote zeigt sich im Eau de Parfum hell, schön, sanft. Initial lässt die Orange deutlicher erschnuppern, aber weniger anmutig. Thierry Wasser verwendet mehr Bitteres, wie etwa die weiße Haut der Orange spielt hier deutlich wahrnehmbar aber nicht unangenehm mit. Wie auch das Shalimar wirkt sich dieser Guerlain hier belebend und regenerierend auf die Sinne aus.

Shalimar Initial von Guerlain

Shalimar Initial von Guerlain

Die Herznote von Shalimar Initial

Gemäß der offiziellen Duftbeschreibung ist die Herznote in beiden Shalimar Düften identisch. Olfaktorisch weicht Shalimar Parfum Initial jedoch deutlich von Shalimar aus 1925 ab. Insgesamt weniger dunkel, tief, schwer und intensiv, dafür leichter, heller und beschwinglicher präsentiert sich Initial, ohne dabei weniger schön zu wirken wie der große Guerlain. Optisch präsentiert sich Initial in seinem Flakon weitaus weniger mächtig, ohne dabei an Schönheit einzubüßen. Die Essenz selbst mehr rosefarben, nicht wie Shalimar goldgelb. Iris, Jasmin, Patchouli sowie auch hier eine zurückhaltende Rose und der ausgleichende Vetiver bilden Akkorde, die keinesfalls an eine mit Blumen übersähte Wiese erinnern. Parfümeur Thierry Wasser dosiert bei diesem Eau de Parfum mit ebengleicher Behutsamkeit Patchouli, wie es einst Jacques Guerlain tat. Die sanfte Note von Karamell schwelgt bereits im Herzen mit und lässt dieses traumhafte Parfüm direkt auf der Zunge zergehen.

Shalimar & Shalimar Parfum Initial

Shalimar & Shalimar Parfum Initial

Die Basisnote von Shalimar Parfum Initial

Opulent komponierte Jacques Guerlain Shalimar in der Basis mit intensiven Aromen von Leder, Moschus, Zibet, Opoponax, Sandelholz sowie Vanille und einer gehörigen Portion Weihrauch. Die Basis von Shalimar Parfum Initial hat mit ihr nur noch wenig gemeinsam und doch lässt sich die familiäre Beziehung der beiden Shalimar´s nicht verbergen. Ein köstlicher Fond aus Karamell, Moschus, Vanille und Tonkabohne verleihen zunehmend Tiefe und bürgen für eine lange Haltbarkeit bei dem Eau de Parfüm Initial. Die durchaus kräftige Karamellnote fügt sich zu einem sehr harmonischen Fond zusammen, der einfach nur zum Verzaubern ist. Auch, wenn Shalimar Parfum Initial eine vergleichsweiße junge Schöpfung des Hauses Guerlain ist, steht er dem omnipräsenten Shalimar kaum nach. Doch es ist, wie es ist. Eine Gottheit lässt sich nicht vom Thron stoßen. Und so bleibt Shalimar Shalimar und Shalimar Parfum Initial wird immer und ewig ein klein wenig im Schatten des Großen stehen. Jedoch nicht, ohne dabei nicht mit eigener und ganz besonderer Schönheit zu glänzen.

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