Mauvais Garcon by Brecourt

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Duftbeschreibung Mauvais Garçon by Brecourt

Für die männlichen Liebhaber schöner Düfte hat Emilie Bouge aus dem französischen Duftparadies Brecourt im Jahr 2011 das Parfüm Mauvais Garçon komponiert. Betrachtet man die einzelnen Duftkomponenten, verspricht der Herrenduft besondere Intensität gepaart mit zunehmender Schwere im Fond. Trotz intensiv duftender Kräuter und Gewürze kommt der Männerduft sehr leicht daher und wirkt sportlich frisch. Zwar ist dieser sportive Männerduft tendenziell erfrischend und unkompliziert, trotzdem lohnt es sich, diesen näher zu betrachten. Parfümeurin Emilie hat nämlich auch diesem Brecourt eine eigenständige Duftentwicklung zugewiesen, die wie bei Haram bei Weitem kein Mainstream-Duft ist, den man auch getrost links liegen lassen könnte.

Würzige Spitze in Mauvais Garçon

Parfümeurin Emilie Bouge sorgt mit Mauvais Garcon für so manche Überraschung. Erfährt man zunächst die bekannt gegebenen Duftnuancen, mag man es kaum für möglich halten, dass dieses französische Duftwässerchen seiner Beschreibung folgen kann. Aromen wie Muskat und Zimt bilden mit weiteren Duftkomponenten die Kopfnote des Parfüms. Parfümkenner werden mit diesen beiden Würzzutaten ein Dufterlebnis vermuten, das mit Intensität und einer gewissen Schwere seinen Anfang nimmt. Sobald die ersten Tropfen der Essenz auf die Haut trifft, bildet sich eine kurz präsente Spitze frischen würzigen Basilikums, die kaum wahrgenommen auch schon wieder deutlich zurückweicht und sich mit der zitrischen Bergamotte vermengt. Zimt neutralisiert allzu viel würzige Frische und macht das Herrenparfüm sehr geschmeidig. Gepaart mit leicht scharfem Elemiharz fügt sich eine Note von Dill und Fichte hinzu. Dadurch erreicht die Kopfnote von Mauvais Garcon seine sportliche Richtung, ohne in die Ecke billiger 08/15 Duschgel-Gerüche abzudriften.

Mauvais Garcon von Brecourt
Mauvais Garcon von Brecourt

Gefährliches Herz in Mauvais Garcon

Parfümeurin Bouge formt das Herz des Duftes mit Estragon, Lavendel und weißen Blüten in eine süßliche Eleganz. Wohl Jasmin gehört den weißen Blüten an, vielleicht auch Maiglöckchen. Denn schließt man die Augen, um die weißen Blüten zu erschnuppern, lässt es sich gut vorstellen, auf einem Blütenmeer aus Maiglöckchen zu liegen. Mauvais Garçon heißt im Englischen „Bad Boy“ – „Böser Junge“ auf Deutsch. Dabei präsentiert sich der Brecourt überhaupt nicht böse. Hat Emilie Bouge bei der Komponierung an den Wolf im Schafspelz gedacht? Der süß und unschuldig wie das Maiglöckchen aussehend mit falschen Versprechungen Frauen um den Finger wickelt und ebenso hoch giftig ist, wie das Maiglöckchen selbst? Der süße Lavendel macht den Duft lila. Steht die Farbe Lila für die Hoffnung der Frau, die einem Bad Boy erliegt? Die das Böse erkennt, dennoch dem süßen Verführer nicht widerstehen und am verführerischen Duft naschen will?

Leichtlebiger Fond in Mauvais Garcon

Ein schöner, wandlungsfähiger Duft mit vielen Überraschungen findet in Patchouli, Sandelholz, Vanille, Zeder und Tonkabohne sein viel zu schnelles Ende. Emilie Rouge hat die Mogelpackung entlarvt und demonstriert: Der Bad Boy ist kein böser Junge, sondern ein Windei. Zurück bleibt keine erotische Tiefe, sondern leichte Noten, die sich zügig verflüchtigen aber eine schöne Erinnerung zurücklassen. Trotzdem lässt sich sagen: Brecourt hat einen überaus alltagstauglichen Duft konzipiert, der angenehm zu tragen und gerne erduftet wird. Mit Ausnahme der Basilikumspitze zum Auftakt hat Mauvais Garcon keine Ecken und Kanten. Ein idealer Duft, um ihn einem noch nicht ganz so vertrauten Mann zu schenken, dessen Duftvorlieben noch nicht bekannt sind. Frau muss ja nicht gleich auch die Anekdote des Maiglöckchens auf der Geschenkkarte mit übergeben.

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