Duftpyramide Contre Pouvoir by Brecourt

Die Duftpyramide

Duftpyramide: Duftphasen bestimmen Parfüm

In der Fachsprache und auch für Kenner wird ein Parfüm neben den Duftfamilien auch mit Hilfe der Duftpyramide beschrieben. Denn ein edles Duftwässerchen besteht aus unterschiedlichen Duftnuancen, die sich im Laufe der Zeit entwickeln. Das harmonische Zusammenspiel der nacheinander wahrnehmbaren Riechstoffe entscheidet darüber, ob die kreierte Essenz gefällt oder nicht. Die Entfaltung des Dufts erfolgt über drei signifikante Stufen, die als Duftphasen bezeichnet werden, die als

  • Kopfnote
  • Herznote
  • Basis bzw. Fond

bekannt sind. Durch die Verbildlichung als Pyramide werden die Phasen visuell dargestellt. Sie helfen dabei, eine Vorstellung eines Parfüms zu gewinnen, ohne dies jemals erduftet zu haben. Die Farbgebung der verschiedenen Stufen verhilft dabei, sich einen Eindruck zu Verschaffen, ob die einzelnen Nuancen warm, kühl, spritzig, gediegen oder in anderer Weise riechbar sind.

Duftpyramide Vanderbild

Duftpyramide Vanderbild

Duftphasen der Duftpyramide: Kopfnote von Parfüm

Die so genannte Kopfnote bildet die Spitze der Duftpyramide von einem Parfüm und stellt die kürzeste Episode der Duftphasen dar. Sie nennt man auch Topnote. Der Kopf von einem Parfüm ist der Geruch, der während dem Riechen am Flakon und unmittelbar nach dem Ansprühen wahrgenommen werden kann. Die Duftmoleküle, die für die Eröffnung verantwortlich sind, verflüchtigen sich am schnellsten, aber dennoch sind sie die wichtigsten Elemente der Duftstufen. Denn bereits beim Ansprühen entscheidet man darüber, ob man das Parfüm mag oder nicht. Besteht die Topnote nicht, so mag man diesen Duft wohl nicht tragen wollen. Der Kopf des Parfüms, auch häufig als „Obere Anmerkung“ benannt, verflüchtigt sich meist schon nach fünf bis 10 Minuten. Der Parfümkopf ist überwiegend von leichten Duftnoten in hoher Intensität geprägt. Er kann jedoch auch schon leichte Akzente der nachfolgenden Phasen enthalten. Sehr beliebt für die Topnote sind ätherische Duftöle von Bergamotte, Blutorange, Rosenholz, Melisse, Zedernblättern, Zimt, Zitrusfrüchten im Allgemeinen aber auch Kamille, Minze, Majoran, Myrte, Wacholder und ähnliche. Die Wahrnehmungsdauer typischer Auftaktsnoten beträgt nicht mehr als einen Tag. Sie werden abgelöst von der Herznote.

Eingebettet in zwei Duftphasen: das Herz der Duftpyramide

Verfliegt die Kopfnote des Parfüms, folgt die Herznote. Sie bildet die mittlere Ebene der Duftpyramide und prägt maßgeblich den Charakter. Die Duftnoten im Herz bestehen vorrangig aus Duftgebern, die zwischen einem und drei Tagen wahrnehmbar sind. Besonders gerne werden für die Formung des Herzens warme Duftnoten gewählt. Klassisch dafür sind unter anderem auch Öle von Anis, Lemongras, Macisblüte, süße und bittere Orange, Zedernholz, Vetiver, Teebaum, Mandarine, Muskatnuss, Honig, Pfeffer, Immortelle, Fenchel, Cajeput und diverse Hölzer. Auch als Mittelnote bezeichnet, duftet das Parfümherz mehrere Stunden. Oft wird ein deutlicher herausragender Duftbestandteil der Herzphase für die Namensgebung eines Parfüms verwendet. Sie ist unter den Duftphasen diejenige mit der meisten Präsenz.

Die Basis der Duftpyramide rundet das Parfüm ab

Der Übergang von Kopfnote zu Herznote in den Fond verläuft langsam und kaum merklich. Nicht selten ist dies ein Prozess, der sich über mehrere Stunden erstreckt. Die Duftnuancen der Basisnote sind überwiegend schwer und tiefgründig. Typische Basisduftnuancen sind ätherische Öle, die sich nur langsam verflüchtigen. Mitunter können Basisnoten bis zu einer Woche riechbar sein. Zu ihnen zählen neben anderen Damaszener Rose, Muskatellersalbei, Patchouli, Sandelholz, Zedernholz, Ylang Ylang, Nelke, Neroli, Jasmin, Weihrauch, Pistazie, Ingwer, Geranium. Sie ist die abschließende Stufe der Duftphasen und rundet ein Parfüm meisterhaft ab. Da der Fond am längsten wahrnehmbar ist, stellt man ihn in der Duftpyramide als voluminösestes Element dar.

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