Couture von Jeanne LANVIN

Couture von Jeanne LANVIN

Couture von Jeanne LANVIN ist Inhalt des 8. Kalendertürchens des Annick Goutal Parfüm Adventskalenders. Schon lange liebäugelten wir mit diesem LANVIN Parfüm, alleine deshalb, weil der Flakon so schön aussieht. In der Form eher schlicht, aber in Farbe und Design doch auffällig. Der Farbverlauf am Glasflakon von unten nach oben über ein dunkles Lila bis zu einem fast transparenten Helllila. Ein schlichter metallischer Verschluss, dafür aber mit einer großen lilafarbenen Schleife am Flaschenhals drapiert spricht dieser Duft von LANVIN an. Lanciert im Jahr 2012 ist dieser Jeanne LANVIN ein noch sehr junges Parfüm, das gemäß der Duftbeschreibung interessant klingt. Schauen wir ihn uns an.

 

Couture EDP von Jeanne LANVIN

Couture EDP von Jeanne LANVIN

Duftentwicklung von Couture

Flakon und Design lassen bei Couture von Jeanne LANVIN definitiv auf einen femininen Duft schließen. Nicht anders die Beschreibung für dieses LANVIN Parfüm. Die Herznote wurde von Domitille Berthier, der auch schon an diversen Versionen von Flowerbomb mitgewirkt hat, in eine subtile Form dressiert. Einerseits die fruchtige und spritzige Note von Himbeere, die liebliche und zugleich kräftige Note von Veilchenblatt sowie andererseits aber auch wässrige Noten. Beim Anlegen duftet zunächst eine stark alkoholische Wolke entgegen und es schein mehr der Himbeergeist denn die Himbeere zu sein, mit der dieses Parfüm von LANVIN eröffnet. Die fruchtige Himbeere, süß, zum Vernaschen lecker, bleibt aus. Vielmehr zeigt sich eine künstliche Frucht, die nichts mit der rosigen Beere gemein hat. Auch das Veilchenblatt präsentiert sich synthetisch. Schon beim Kopf keimt die Vermutung erstmals auf, dass es gut wäre, dieses LANVIN Parfüm nicht gekauft zu haben. Spätestens beim Erreichen des Herzens, das mit Magnolie und Pfingstrose sein Bestes versucht, bestätigt sich die Vorahnung. Couture erweist sich als olfaktorische Vermischung, die auf uns weder eine anziehende noch eine originelle, und nichtmals immerhin eine halbwegs klassische schöne Duftrichtung einnimmt. Vielmehr erinnert er an eine Mixtur aus Calvin Klein´s Beauty gelayert mit Escada´s Especially Escada. Das Warten auf die Basisnote erscheint langwierig und die Hoffnung, noch etwas Einzigartiges an diesem LANVIN Parfüm während der Duftreise entdecken zu können, bleibt vergebens. Moschus und Zeder sind bei einem Damenparfüm auch nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss und so gefällt am meisten die Aufmachung des Flakons, der für uns die einzig wahre Schönheit bei Couture bleibt. Im Fazit heißt das: man kann ihn im Alltag tragen, wenn man einfach nur nett duften möchte. Preislich liegt er dafür im guten Mittelfeld, Haltbarkeit und Sillage sind in Ordnung. Weiß man jedoch, dass Parfümeur Domitille Berthier an zahlreichen Versionen des Viktor&Rolf Duftes Flowerbomb mitgemischt hat, könnte sich dieser Duft von Jeanne LANVIN als Enttäuschung herausstellen. Deshalb unsere Empfehlung: in dem Fall kein Blindkauf, sondern unbedingt vorher zur Probe riechen und die gesamte Duftentwicklung abwarten.

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