ESCADA setzt auf Gourmand-Noten

Die Duftfamilien

Parfüm durch die Zuweisung in Duftfamilien klassifizieren

Immer wieder sind Bemühungen erkennbar, Parfüm zu klassifizieren. Dies wäre für manche praktische Anwendung sicher sinnvoll, etwa wenn es drum ginge, in Parfümerien Parfüms nach ihren spezifischen Duftnoten sortiert aufzustellen. Eine Methode dieser Klassifizierung von Parfüms ist die Unterteilung in Duftfamilien. Dass es jedoch nicht einfach ist, ein Parfüm einer bestimmten Duftfamilie zuzuordnen, ist leicht nachvollziehbar, wenn man sich die beträchtliche Auswahl an unterschiedlichen Duftstoffen und Kombinationen vor Augen hält. Daher gibt es zudem auch die beschreibende Duftpyramide, die nochmals für eine zusätzliche Visualisierung eines Dufts sorgt. Aber auch dabei gibt es keine absolute Klarheit, was man von einem Parfüm konkret erwarten kann, da es beispielsweise keine verbindliche Definition von Sillage, Haltbarkeit und Intensität gibt. Ganz gleich, wie man Düfte zu beschreiben versucht, gibt es im Endeffekt einen immensen Spielraum, wie sie von Menschen bei der Geruchsprobe wahrgenommen werden.

ESCADA setzt auf Gourmand-Noten

ESCADA setzt auf Gourmand-Noten

Neun Duftfamilien helfen bei der Sortierung

Bisher werden neun verschiedene Duftfamilien näher bezeichnet: Aromatisch, Zitrusnoten, Blumige Noten, Fougere-Noten, Chypre-Noten, Holzige Noten, Orientalische Noten, Ledernoten, Gourmandnoten und Tropische Noten. Blumige Noten sind eher den Damendüften vorbehalten, Fougère -Noten finden sich überwiegend in Herrendüften wieder. Lavendel und Eichenmoos bilden hierbei häufig die Kopfnote. Chypre-Noten werden sowohl in Herrenparfüm als auch in Damenparfüm verwendet. Sie gehen im Ursprung auf die Verwendung von Duftessenzen aus zypriotischen Flechten zurück. In Herrendüften, die mit Chypre-Noten versetzt sind, ist die Kopfnote häufig durch Eichenmoos, Patchouly oder Labdanum geprägt. Bei der Verwendung des Eichenmoos zeigt sich, dass nicht immer eine Duftessenz in nur eine Duftfamilie unterteilt werden kann, da sie sowohl zu Chypre wie auch zu Fougère gezählt wird.

Die Verwirrung um das Parfüm: brauchen wir Duftfamilien?

Die Klassifizierung in die bekannten neun Duftfamilien scheint noch nicht ausreichend zu sein. Neben diesen gibt es zunehmend auch Extraausweisungen wie Gewürze, Kräuter, aldehydische Parfüms sowie die Zuordnung von Farbkategorien. Weniger Unterteilungen sieht z. B. die Referenz der Sociéte francaise des parfumeurs vor. Jean Kerléo gründete die Sociéte im Jahre 1990 und klassifiziert in diese sieben nachfolgenden Duftfamilien:

  • Zitrus (Hesperidee)
  • Blumig (Florale)
  • Farn (Fougère)
  • Chypre
  • Holzig (Boisée)
  • Ambée
  • Leder/Juchten (Cuir).

Letztlich lässt sich darüber streiten, wem die Klassifizierung neben den Parfumeuren in Anwendung der Fachsprache einen tatsächlichen Nutzen bringen. Zum Fachsimpeln taugt die Unterteilung in dufte Familien selbstverständlich. Dies ersetzt jedoch keinesfalls eine Geruchsprobe, bei dem man ein Parfüm mit der Nase erschnuppern kann. Vielmehr verlässt sich der Verbraucher auf seine olfaktorische Wahrnehmung und unterteilt in zwei Klassen: Gefällt oder gefällt nicht.

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1 Antwort
  1. Sabrina Nörting says:

    Gute Berichterstattung. Kannte nur das nach blumig, fruchtig usw. War überrascht, wie viele Unterscheidungen es da noch so gibt bei der Unterteilung von Parfüm. Fällt mir meistens schwer zu beschreiben, was mir gefällt. Lese das gleich ein zweites Mal und geh morgen zum Parfüm Shoppen. Alles Liebe von Sabrina

    Antworten

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