Sind synthetische Duftstoffe die bessere Alternative?
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Sind synthetische Duftstoffe schlechter als natürliche Duftstoffe? Anders als natürliche Duftstoffe werden synthetische Duftstoffe für Parfüm der Natur zwar nachempfunden aber dennoch künstlich erzeugt. Die Riechstoffe sollen sich nicht unterschieden. Es lässt sich schnell die Frage aufwerfen, inwieweit die Molekülsynthese, so nennt man den Vorgang synthetisch hergestellter Riechstoffe, sinnvoll oder gar vertretbar ist. Zumal viele Menschen gemeinhin der Annahme sind, natürliche Produkte  seien grundsätzlich bedeutend gesünder oder besser verträglich und Synthetikgerüche schaden der Gesundheit. Stimmt das?

Welche Riechstoffe sind gesünder?

Synthetische Duftstoffe in einem Parfüm sind keinesfalls mehr oder weniger schädlich für die Gesundheit, wie natürliche Riechstoffe. In der Natur produzieren Gewächse Duftstoffe, um bestäubende Insekten anzulocken oder schädigende Insekten abzuwehren und um sich vor Infektionen zu schützen. Deshalb sind natürliche Düfte meist hoch bioaktiv.

Bioaktive Duftstoffe können darum nicht nur unbedenklich für die menschliche Gesundheit, sondern auch schädigend sein. Bei der synthetischen Herstellung von Geruchsstoffen lässt sich insbesondere bei den sonst gesundheitsschädlichen natürlichen Duftmolekülen das Gefährdungspotenzial ausgrenzen. Natürliche Duftstoffe enthalten dagegen häufig auch Stoffe, die kennzeichnungspflichtig allergieauslösende Bestandteile enthalten. Hier kann die synthetische Nachahmung des Duftes ebenfalls das Allergierisiko minimieren und die Gesundheit angeblich nicht negativ beeinträchtigen.

Gewinnung der Naturduftstoffe gefährden Flora und Fauna

Neben dem Aspekt Gesundheit muss die Synthetikherstellung auch unter dem Gesichtspunkt Ethik erörtert werden. Um die begehrten Duftessenzen durch natürliche Duftstoffe herzustellen, werden Unmengen an Rohstoffen benötigt. Dies kann die natürlich vorkommenden Bestände trotz Kultivierung nachhaltig gefährden. Ein bekanntes Beispiel ist der Adlerholzbaum, aus dem die beliebte Duftnote Oud gewonnen wird. Seit einigen Jahren ist das gewonnene Baumharz derart beliebt in der Parfümerie, sodass der weltweite Baumbestand gefährdet ist. Um das Oud-Harz zu gewinnen, muss der Adlerholzbaum verletzt werden.

Die Aufzucht von Duftpflanzen, die Ernte sowie die Verarbeitung zum Duftstoff für Parfüm benötigt zudem einen enormen technischen Aufwand und sehr viel Energie. Hier sind die wirtschaftlichen Aspekte ebenso nachteilig wie die Umweltbelastungen.

Die traditionelle Gewinnung des begehrten Moschus hat fast zur Ausrottung des Moschushirschs geführt. Denn um ein Kilo natürlichen Moschusduft zu gewinnen, mussten 160 männliche Moschushirsche getötet werden. Heute wird die Duftnote Moschus fast nur noch durch synthetische Duftstoffe in Parfüms eingebracht, ähnlich, wie andere tierische Duftstoffe. Die synthetische Herstellung der Riechstoffe trägt somit nachhaltig bei, Pflanzen und Tierarten zu erhalten und den natürlichen Bestand nicht zu minimieren. Ethisch betrachtet ist die Molekülsynthese unhinterfragt die zu bevorzugende Variante.

Wirtschaftliche Aspekte der Duftgewinnung: Synthetische Duftstoffe sind günstiger

Der Rohstoffanbau für natürliche Duftstoffe ist oftmals gar nicht im benötigten Umfang möglich oder aus diversen Gründen wirtschaftlich nicht sinnvoll. Energie, Zeit, Personalaufwand und sonstige Aspekte sind zwingend zu beachten. Natürliche pflanzliche Rohstoffe müssen kultiviert, aufgezogen, geerntet und sachgerecht verarbeitet werden. Dies lässt die Preise für natürlich gewonnene Riechstoffe in horrende Höhen treiben. Durchaus braucht man eine Tonne Rohmaterial, um einen Liter reines ätherisches Öl zu gewinnen, das hunderte und sogar tausende Euro kosten kann. Synthetische Duftstoffe kosten lediglich einen Bruchteil dessen und lassen Parfüm erschwinglich werden.

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