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Naturreine ätherische Öle - Qualität & Verwendung

Naturreine ätherische Öle

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Aromatherapie mit Wachs und ätherischen Ölen

Aromatherapie mit ätherischen Ölen

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Duftlampe für Raumbeduftung

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Festes Parfüm - wie gut sind Solid Perfumes

Festes Parfüm

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Duftnote Jasmin: Jasminduft wirkt wie Valium

Parfüm mit Jasmin wirkt wie Valium

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Rosenduft – Riechen mit allen Sinnen

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Saunaaufgüsse – aromatisch

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Hilft Parfüm bei Liebeskummer? Dieser Frage gehen wir auf den Grund

Hilft Parfüm bei Liebeskummer?

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Aromatherapie
Als Aromatherapie wird die Anwendung ätherischer Öl bezeichnet, um das Wohlbefinden zu steigern, diverse Probleme zu lindern und die Gesundheit durch natürliche Aromen zu unterstützen. Wir berichten, in welchen Bereichen die Aromatherapie eine tolle Alternative sein kann, welche ätherischen Öle für welche Anwendungsgebiete geeignet sind und worauf es bei aromatherapeutischen Anwendungen ankommt.

Aromatherapie: Für Körper, Geist und Seele

Während wir beim Tragen eines Parfums hauptsächlich daran denken, dass uns der Duft gut gefällt, folgt die Aromatherapie einer jahrtausendealten Heilkunst. Naturreine ätherische Öle werden gezielt dazu eingesetzt, die Wirkkraft von Pflanzen zu nutzen. Aromatherapeutische Anwendungen sind ein Teilgebiet der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie).

Seit wann nutzt der Mensch aromatische Pflanzen

Pflanzenstoffe werden bereits seit über 5.000 Jahre für medizinische Zwecke eingesetzt. Seinerzeit wurden aromatische Pflanzenteile geräuchert, um den Wohnraum zu desinfizieren oder Krankheiten zu behandeln. Daher hat auch der Begriff Parfum seinen Namen. In der lateinischen Sprache steht der Begriff per fumum für „durch den Rauch“.

Vor allem die Hochkulturen in Ägypten, China und Indien waren die ersten, die aromatherapeutische Anwendungen praktizierten. Insbesondere die Ägypter gelten als Meister der Destillation, um wirksame Pflanzenstoffe zu gewinnen.

Der Begriff Aromatherapie wurde jedoch erst im 20. Jahrhundert geprägt. Der französische Chemiker René-Maurice Gattefossé behandelte im Jahre 1910 eine schwere Verbrennungswunde mit Lavendelöl, die er sich bei einer Explosion im Labor zugezogen hatte. Von der schnellen wie auch narbenfreien Heilung beeindruckt, widmete er sich fortan der Erforschung Ätherischer Öle.

René-Maurice Gattefossé gilt ebenfalls als Wegbereiter, was die medizinische Wirkung Ätherischer Öle anbelangt. Er forschte mit Ärzten und Kliniken an den antiseptischen Eigenschaften, wirkte an der Entwicklung von Produkten mit und publizierte mehrere Fachbücher, die auch heute noch gelesen werden.

Für wen ist Aromatherapie sinnvoll?

Grundsätzlich ist die Aromatherapie für alle geeignet, die ihr Wohlbefinden steigern möchten. Typische Anwendungsgebiete sind: Stress abbauen, Schlafstörungen lindern, Konzentration verbessern, emotionale Balance schaffen.

Sicherheit und Allergien: Was Sie beachten sollten

Zwar sind ätherische Öle Naturprodukte. Aber es handelt sich um hochkonzentrierte chemische Verbindungen. Als solche können sie bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen der Haut oder Reizung der Atemwege auslösen. Besonders Zitrusöle oder zimthaltige Öle weisen ein höheres Potenzial für Hautreizungen auf. Es wird daher empfohlen, ein neues Öl vorab immer stark verdünnt an einer kleinen Hautstelle zu testen.

Hinweis: Bei Säuglingen, Schwangeren und Asthmatikern sollte die Anwendung vorab immer mit einem Arzt oder einem Aromatherapeut abgesprochen werden.

Neurobiologische Funktion: Wie die Aromatherapie auf das Gehirn wirkt

Die aromatherapeutische Wirkung basiert auf biochemischen Prozessen, welche im Gehirn stattfinden. Botenstoffe werden über die Nase aufgenommen. Dadurch werden chemische Reize in Gang gesetzt und in elektrische Impulse umgewandelt. Dieser Mechanismus wird als olfaktorische Signaltransduktion bezeichnet.

Kettenwirkung – so kommen die Wirkstoffe von der Nase ins Gehirn

Die Wirkungsweise der Aromatherapie ist ein sehr technisches Prinzip. Sobald Sie ätherische Öle einatmen, docken die Duftmoleküle an spezielle Empfangsstellen (Rezeptoren) in der Nase an. Dieser Kontakt löst eine biologische Kettenreaktion aus.

Die Bindung des Moleküls aktiviert im Inneren der Zelle einen Schalter (das G-Protein). Dies setzt einen Prozess in Gang, der die Konzentration von Botenstoffen erhöht. Durch diese Botenstoffe öffnen sich winzige Kanäle in der Zellwand. Geladene Teilchen (Ionen) strömen ein und verwandeln den chemischen Duftreiz in einen elektrischen Impuls. Der elektrische Impuls wird über den Riechnerv in das limbische System gesendet. Dort erreicht er die Zentren für Gefühle (Amygdala) und Erinnerungen (Hippocampus).

Prozesse im Gehirn

Sobald die Signale im Gehirn eintreffen, beeinflussen sie verschiedener Neurotransmitter. Je nach chemischer Zusammensetzung des Öls (z. B. Monoterpene oder Ester) werden unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.

Inhaltsstoffe wie Linalool (in Lavendel) wirken dämpfend auf das Zentrale Nervensystem. Dies führt zu einer sedierenden, angstlösenden Wirkung, ähnlich wie bei leichten Anxiolytika. Bestimmte Moleküle stimulieren die Ausschüttung von Serotonin oder Dopamin, was die Stimmung hebt. Auch kann die Aromatherapie die Aktivität der Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse beeinflussen und so die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol senken.

Aromatherapeutische Anwendungen

Möchten Sie die Aromatherapie ausprobieren, stehen Ihnen verschiedene Anwendungsformen zur Verfügung. Die wichtigsten stellen wir Ihnen näher vor.

Anwendung durch Inhalation

Dies ist die klassische Methode. Mit Hilfe von Duftkerze, Duftlampe, Diffusor werden die Moleküle im Raum verteilt. Möglich ist auch das Räuchern. Über die Nase aufgenommen, gelangen die Moleküle direkt in das limbische System – das Gefühlszentrum unseres Gehirns. Im Winter und bei Trübsal eignen sich zitrische Aromen, weil sie stimmungsaufhellend sind. Zitrone, Mandarine, Orange sind perfekt.

Pflanzenaromen als Badezusatz

Aromatherapeutische Badezusätze sind ebenfalls sehr wirksam. Diese können Sie fertig kaufen oder selbst mischen. Dazu einfach hochwertige Öle oder getrocknete Kräuter ins Badewasser geben. Hier eines unsere Liebingsrezepte für ein entspannendes Vollbad:

  • 2 EL Sahne oder Honig
  • 4 Tropfen Lavendel fein
  • 2 Tropfen Bergamotte
  • 1 Tropfen Sandelholz

Geben Sie die Mischung erst in das einlaufende Wasser, wenn die Wanne fast voll ist, damit die kostbaren Düfte nicht vorzeitig verdampfen. Die Sahne bzw. der Honig dient als Emulgator, damit sich das Öl mit dem Wasser verbindet.

Aromatherapeutische Seifen

Das Badezimmer ist ein toller Ort, um mit aromatherpeutische Anwendungen in den Alltag zu integrieren. Viele Seifensiederinnen verwenden hochwertige aromatische Essenzen, um Seifenstücken besonderen Duft zu verleihen. Bei jedem Händewaschen entfaltet sich das Aroma.

Aromatherapie mit Seife für Soforteffekt

Anwendung auf der Haut

Ätherische Öle können auch über die Haut aufgenommen werden. Beispielsweise in Form von Massagen oder als Badezusätze. Dabei sollten Ätherische Öle (mit wenigen Ausnahmen wie Lavendel) nie pur auf die Haut aufgetragen werden, sondern immer in einem Basisöl wie z.B. Mandel- oder Jojobaöl gemischt werden.

Das Riechfläschchen für unterwegs

Für den schnellen Effekt können Sie direkt am Fläschchen riechen oder ein paar Tropfen auf ein Taschentuch geben. Ideal, um bei Prüfungsangst oder Stress sofort gegenzusteuern. Natürliches Rosenöl ist unsere Empfehlung, wenn es um die Förderung der Konzentration oder um den Stressabbau geht.

Warum Aromatherapie so effizient wirkt

Einer der größten Vorteile der Aromatherapie ist die unkomplizierte Anwendung sowie die schnelle Wirkung. Weder brauchen Sie ein Rezept, noch müssen Sie einen Yoga-Kurs besuchen oder eine Entspannungstechnik lernen. Aromatherapie kann jederzeit spontan und immer dann angewandt werden, wenn Bedarf besteht.

Haben Sie Stress, fühlen Sie sich ängstlich oder benötigen Sie Konzentration, ist keine umständliche Vorbereitung nötig. Einfach ein Bad einlassen oder Ätherisches Öl in der Duftlampe erhitzen und innerhalb kürzester Zeit entfalten die pflanzlichen Wirkstoffe den gewünschten Effekt.

Da die Duftmoleküle über den Riechnerv eine direkte biologische „Abkürzung“ ins Gehirn nehmen, tritt die Wirkung oft innerhalb von Sekunden ein. Im Gegensatz zu vielen anderen Entspannungsmethoden oder Präparaten, die erst langwierig verdaut oder stoffwechseltechnisch verarbeitet werden müssen, erreicht der Reiz das limbische System ohne Verzögerung.

Aber: Nicht jedes Ätherische Öl ist für die Aromatherapie geeignet. Es muss immer ein natürliches Öl sein, da nur dieses echte Pflanzenstoffe enthält.

Wie viele Öle gibt es für die Aromatherapie?

In der Natur existieren tausende aromatische Pflanzen, doch nur ein Bruchteil von ihnen eignet sich für die Gewinnung hochwertiger Essenzen. Für die professionelle Aromatherapie stehen Ihnen heute etwa 120 bis 150 verschiedene ätherische Öle zur Verfügung, die regelmäßig aufgrund ihrer therapeutischen Eigenschaften genutzt werden.

Dabei unterscheidet man in der Praxis meist zwischen drei Kategorien:

  • Die Basis-Essenzen: Ein Kernsortiment von etwa 20 Ölen – wie Lavendel, Zitrone oder Pfefferminze – deckt bereits die meisten alltäglichen Bedürfnisse ab.
  • Spezialöle und Raritäten: Kostbare Essenzen wie Rose, Melisse oder Immortelle werden gezielt für komplexe seelische oder körperliche Themen eingesetzt.
  • Botanische Chemotypen: Besonders wichtig für Sie zu wissen ist, dass die gleiche Pflanze je nach Standort unterschiedliche Wirkstoffe bilden kann. So wirkt ein Rosmarin je nach Chemotyp entweder eher anregend auf den Kreislauf oder befreiend auf die Atemwege.

Düfte wie Erdbeere, Apfel oder Veilchen als „ätherisches Öl“ sind meist synthetische Nachbildungen. Diese duften zwar angenehm, besitzen jedoch keine aromatherapeutische Wirkung.

Worauf müssen Sie beim Kauf achten?

Um selbst Zuhause die Aromatherapie anzuwenden, können Sie diverse Produkte kaufen. Dazu zählen zum Beispiel Badekugeln, Duft-Teelichter oder Massage-Öle. Bevorzugt werden jedoch Ätherische Öle in kleinen Fläschchen, die verschiedene Anwendungsformen erlauben. Sie können tröpfchenweise ins Badewasser oder in eine Duftlampe gegeben werden oder mit einem Basisöl gemischt werden, welches sich dann als Massageöl verwenden lässt.

Gute Qualität erkennen

Die Qualität des Öls für Aromatherapie entscheidet über den Erfolg der Anwendung. Synthetische Öle entfalten keine aromatherapeutische Wirkung. Achten Sie deshalb unbedingt auf folgende Merkmale, damit Sie wirklich reine Naturprodukte erhalten:

Merkmal Bedeutung
100% naturrein Keine synthetischen Zusätze oder Streckmittel.
Botanischer Name Die lateinische Bezeichnung (z. B. Lavandula angustifolia) garantiert die exakte Pflanze.
Anbauart Idealerweise aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA).
Chargennummer Ermöglicht die Rückverfolgbarkeit und Analyse der Qualität.

Hochwertige Öle haben ihren Preis

Um gute ätherische Öle für die Aromatherapie herzustellen, werden zahlreiche Blüten und Pflanzenteile benötigt. Denn die Ausbeute bei der Destillation ist oft überraschend gering, wenn man sie in Relation zum Rohstoffeinsatz betrachtet. Wussten Sie beispielsweise, dass man für einen einzigen Tropfen Rosenöl etwa 30 bis 50 Rosenblüten benötigt? Für einen Liter dieses Konzentrats müssen bis zu fünf Tonnen Blütenblätter händisch geerntet und sofort verarbeitet werden.

Wollen Sie lediglich einen angenehmen Duft in der Wohnung haben, reicht ein Fläschchen, das nur 2 bis 3 Euro kostet. Geht es Ihnen jedoch um die Wirkung der Aromatherapie, müssen Sie auf Qualität setzen – und die hat ihren Preis.

Naturreine Öle können nicht zu Discounterpreisen erhältlich sein. Je nach Pflanze und Qualität kann ein kleines Fläschchen mit wenigen Milliliter durchaus 10 Euro, 20 Euro oder deutlich mehr kosten. Achten Sie beim Kauf daher stets auf die Deklaration „100 % naturreines ätherisches Öl“, um die therapeutische Qualität sicherzustellen, die Sie für Ihre Anwendungen benötigen.

Was kosten hochwertige ätherische Öle?

Hochwertige Öle sind 100 % naturrein, oft aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) und frei von synthetischen Streckmitteln. Die Preise variieren stark, da sie direkt vom Ertrag der Pflanze und dem Aufwand bei der Gewinnung abhängen.

Hier sind einige Orientierungswerte für gängige Flaschengrößen (meist 5 ml oder 10 ml), mit denen Sie bei Qualitätsmarken rechnen können:

Öl-Sorte Preisspanne (ca.) Besonderheit
Zitrone / Orange 6,00 € – 9,00 € Günstig, da die Schalen als Nebenprodukt anfallen.
Lavendel fein (bio) 9,50 € – 16,00 € Der Allrounder; Preis variiert je nach Anbauhöhe.
Pfefferminze 10,00 € – 17,00 € Hohe Konzentration an Menthol ist qualitätsbestimmend.
Weihrauch 18,00 € – 35,00 € Kostbares Harz, aufwendige Gewinnung.
Sandelholz (Santalum album) 35,00 € – 60,00 € (für 5 ml) Top-Qualität aus Indien/Ostaustralien; extrem langsame Holznachbildung (30+ Jahre).
Rose (persisch/bulg.) 40,00 € – 90,00 € (für 1-5 ml) Extrem teuer; für 1 Liter Öl werden ca. 4 Tonnen Blüten benötigt.

Wichtiger Hinweis: Seien Sie vorsichtig bei extrem günstigen „Sets“ (z. B. 10 Öle für 15 €). Dabei handelt es sich oft um synthetische Parfümöle, die keine therapeutische Wirkung besitzen und im Diffuser sogar Ihre Atemwege reizen können. Achten Sie auf Bezeichnungen wie „100 % naturreines ätherisches Öl“ und die Angabe des lateinischen Pflanzennamens auf dem Etikett.