Puderduft - die besten Puderdüfte für Männer und FrauenStephanie Franz
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Viele Frauen und Männer suchen gezielt nach einem Puderduft, denn Puderdüfte haben mit ihrem samtig-weichen und gleichzeitig trockenen Duftcharakter ihren vollkommen eigenen Stil. Einerseits zeichnet sich ein gut gemachter Puderduft durch einen einzigartigen und oftmals unverkennbaren Duftcharakter aus. Andererseits begegnet man pudrigen Parfums nicht überall, da sie durchaus polarisieren können – nicht jeder mag pudrige Duftnoten. Sie werden manchmal als altbacken, manchmal aber auch wohlwollend als Vintage-Düfte wahrgenommen. Ebenso gibt es die Assoziation mit Babypuder Duft. Allerdings verhält es sich mit jedem Puderduft genau so, wie mit jedem anderen Damenparfüm oder Herrenparfüm: manche lieben es, manche hassen es!

Pudrige Parfums – was ist der Reiz von einem Puderduft?

Kaum eine Duftnote mag so polarisieren, wie die Duftnote pudrig, die oftmals dem Autokorrekt von Smartphone und Computer geschuldet als “pludrig” bezeichnet wird. Der pudrige Duftcharakter nimmt meistens eine sehr opulente, mitunter arrogante Duftrichtung ein, die nicht selten von der als staubtrockenen empfundenen Iriswurzel und dem überschwänglichem Patchouli in Verbindung gesetzt wird. Häufig sind es die Aldehyde, die das Duftspektakel eines Puderdufts begleiten und über Sympathie oder Antipathie entscheiden.

Grundsätzlich ist es aber nicht die eine oder andere Duftnote, die darüber entscheidet, ob man einen Puderduft als angenehm oder unangenehm empfindet. Dafür ist immer die Gesamtkomposition verantwortlich! Unserer Erfahrung nach gibt es gut und schlecht gemachte Puderdüfte, sodass sich für uns keine klare Linie ziehen lässt, ob uns ein Puderduft gefällt oder nicht. Einige pudrige Parfums sorgen für regelrechtes Entzücken. Andere indes lassen ein Eau de Parfum oder Eau de Toilette regelrecht langweilig, stumpf und ohne jedweder Aussagekraft erscheinen.

Pudernote dominiert häufig in neuen Parfüms

Es gibt phantastische Düfte mit Pudernote. Allerdings: In der jüngsten Vergangenheit hatten es uns einige neue Parfüms nicht ganz so einfach gemacht, sie uneingeschränkt zu mögen. Obwohl Damendüfte wie Si fiori von Giorgio Armani sich uns durchaus gefällig zeigten, haben viele der neuen Düfte eine Gemeinsamkeit: ein bestimmter charakteristischer und pudriger Verlauf! Dieser begegnete uns in der letzten Zeit in vielen Parfüms und sorgt leider dafür, dass wir uns zeitweilig regelrecht gelangweilt fühlen.

Parfüm Puderduft hat etwas Beschützendes

Pudrige Düfte gehören zwar nicht unbedingt zu unseren olfaktorischen Favoriten, doch finden wir sie für den alltäglichen Gebrauch recht passabel. So fand beispielsweise der Celebrity Damenduft Heat von Beyonce für einige Jahre unser Wohlgefallen, weil gerade die pudrigen Duftnoten von einem umarmenden, umhüllenden und beschützenden Charakter geprägt sind. Der Celebrity Duft Heat war unser Liebling, wenn es um Düfte ging, die abends zuhause getragen werden, um sich einfach rundum wohl und behütet zu fühlen. Aber wollen wir Frauen das wirklich immer? An jedem Abend? Einen Duft, mit dem wir uns zuhause wohlfühlen? Oder brauchen wir nicht zur Abwechslung auch ein Parfüm, das durch elegante und verführerische Duftnoten überzeugt?

Immer wiederkehrende Puder-DNA in Düften

Die Parfümmarke Armani wird vom L’Oréal Konzern vermarktet; ebenso wie die Parfümmarken Viktor & Rolf, Yves Saint Laurent und Lancome. Black Opium von Yves Saint Laurent Eau de Parfum war für uns ein attraktiver Duft, der zunächst in unser Beuteschema zu fallen schien – was die optische Präsentation und der verheißungsvolle Name Opium anbetrifft.

Der Flakon und die Präsentation des Dufts weckte unser Interesse. Wir hätten fast einen Blindkauf in Erwägung gezogen. Als uns dann die Duftprobe erreichte, erreichte uns leider auch die Ernüchterung. Zu viel Pudrigkeit. Genau DIE Pudernote, die wir schon von Beyonce´s Heat kannten. Eine Pudrigkeit, die uns auch in Si fiori und Si Passione von Giorgio Armani und vielen weiteren Damendüften begegnete.

Es ist nicht so, als ob uns diese Puderdüfte nicht gefielen. Aber gleich in so vielen Damenparfüms? Wir haben keine Lust, immer wieder die gleiche Pudernote zu riechen. Nun war sie wieder da – im Ansatz! In der Kopfnote von Armani Code Absolu pour femme EdP. Wir hofften sehr, dass der L’Oréal Konzern diesmal auf die bekannte Pudernote verzichten würde! Allerdings sind wir dem immergleichen Duftcharakter begegnet, der kaum für interessante, spannende und neue Dufterlebnisse sorgte.

Parfümmarken mit Vorliebe für Puderduft?

Um noch einmal auf die neueren Düfte zurückzukommen, die uns als Puderduft aufgefallen sind. Wenngleich es auf den ersten Blick bei Markendüften wie

keine auffälligen Gemeinsamkeiten zu geben scheint, gibt es sie doch: die seelenverwandte Pudrigkeit! Vielleicht liegt es daran, dass heute kaum noch eine Parfümmarke wirklich individuell und unabhängig ist. Kosmetikkonzerne wie L’Oréal kaufen Hersteller im Bereich der Luxusgüter auf, was möglicherweise zum Nachteil von Individualität und Vielfalt auch unter Markendüften führt.

Derzeit gehören unter anderem folgende Marken zum  L’Oréal Konzern:

Zwar erkennen wir beispielsweise bei Lancome Düften und Parfums von Giorgio Armani eine Tendenz zu Puderdüften – als gäbe es eine Puder-DNA. Aber auch das Dufthaus Guerlain hat bei La petite Robe noire nicht an Puder gegeizt. Erst das Puder verleiht diesem Damenparfüm den Tiefgang und die Schwere, die uns gefällt.

Puderduft mit Überdosis Puder

Wer Puderdüfte grundsätzlich liebt, findet eine tolle Auswahl passender Parfüms und hat sicher nichts dagegen, wenn das Puder überdosiert ist und innerhalb der Duftentwicklung dominiert. Für unsere olfaktorische Vorliebe muss ein guter Puderduft zwei Kriterien erfüllen:

  • Das Parfüm sollte süß sein.
  • Neben der Pudernote muss eine fruchtige Komponente enthalten sein.

Florale Noten ergänzen die Trilogie von Süße, Fruchtigkeit und Puder sehr gut.

Eben diese sorgsam angewandte Virtuosität ist es, die wir bei nahezu jedem neuen Puderduft vermissen. Das Besondere – es fehlt! Zumindest in vielen Düften, die wir bisher getestet haben. Manchmal haben wir den Eindruck, die typische Puder DNA wird verwendet, um starke Sillage, aber wenig Individualität zu erzeugen.

Parfüm mit Puderduft – unsere Lieblings-Puderdüfte

Dass Puderdüfte dennoch individuell und sehr gut gemacht sein können, stellen wir nachfolgend unter Beweis. Den wir haben bereits den ein oder anderen Puderduft entdecken können, der mit Individualität und einem tollen Duftcharakter überzeugen konnte.

Bester Puderduft: Valentino Donna Born in Roma EdP (2019)

Es ist natürlich immer schwer zu sagen, welcher Duft einer bestimmten Duftrichtung der Beste ist. Das ist eine ganz persönliche Angelegenheit. Für uns ist derzeit jedoch das Eau de Parfum Valentino Donna Born in Roma aus dem Jahr 2019 einer der besten Puderdüfte überhaupt. Jasmin ist das Hauptthema des floralen Frauendufts.

Neben dem Absolue von Jasmin Blüten entfaltet sich in der Herznote der pudrige Duft von Jasmintee. Tee ist häufig die Duftnote, die für den pudrigen Charakter eines Parfüms steht. Zwar startet Valentino Donna Born in Roma EdP mit Bergamotte und Schwarzer Johannisbeere, doch das Puder des Jasmintees setzt sich schon in der Kopfnote des Parfums durch und zieht sich konsequent über alle drei Phasen der Duftpyramide.

Durch die eleganten Jasminblüten ist es den Parfümeuren sehr gut gelungen, das Puder virtuos abzustimmen und ihm seinen oftmals “trockenen” Charakter zu nehmen. Starke Süße, fruchtige Akkorde und holzige Noten ergänzen diesen Puderduft auf wunderschöne Weise. Lesen Sie hier unsere Valentino Donna Born in Roma Duftbeschreibung.

Vivienne Westwood Boudoir – ein wunderbarer Duftklassiker

Dieses Damenparfüm zog bereits 1998 in die Regale der Parfümerien ein und zeichnet sich durch die typische Sillage und die mitunter auch sehr eigenwilligen Duftkompositionen aus, die in den 1980-er und 1990-er Jahren für Aufmerksamkeit sorgten. Der Damenduft ist absolut exzentrisch und polarisiert. Man kann ihn nur lieben – oder hassen! Das Parfüm ist ein ausgesprochener Puderduft, der ebenso exzentrisch ist, wie seine Namensgeberin Vivienne Westwood selbst.

Das sillagestarke EdP für Damen eröffnet mit Aldehyden und erschlägt im Parfümherz mit einer kräftigen Dosis von Nelken und Iriswurzel, um im Fond nochmals mit reichlich Patchouli zu einem Rundumschlag auszuholen. Da sind die Duftnoten, die scheinbar jedem Puderduft das gewisse Etwas zu verleihen.

Allerdings ist dieser Puderduft sowohl in Kopfnote, Herznote, wie auch in der Basisnote begleitet von vielen anderen Duftnoten, wie sie in ihrer Opulenz in den 1980-er und 1990-er Jahren üblich war. Bergamotte, Hyazinthe, Jasmin, viele Gewürze, Narzisse, Rosen, Sandelholz, Tabakblüte, Zimt, Vanille sowie viele weitere Riechstoffe wurden von den Parfümeuren hinzugesellt und formulierten eine ausgewogene Duftkomposition, die zwar pudrig, aber mit vielen anderen Duftstoffen zu einem brilliant abgerundeten Duft komponiert wurde.

Leider wurde die Produktion von Vivienne Westwood Boudoir eingestellt und wird derzeit ausverkauft.

Toller Puderduft für Männer: Prada Infusion d´Homme

Für die Herren können wir den maskulinen Herrenduft Prada Infusion d´Homme  als Eau de Toilette empfehlen. Das Parfüm startet mit dem zitrischen Neroli und ist ein typisch “sauberes” Männerparfüm. Die Schwertlilie bringt den Pudercharakter hinzu.

Im weiteren Duftverlauf ergänzen Vetiver und Zedernholz sowie Weihrauch und Benzoe das pudrige Männerparfüm. Puderdüfte für Männer sind bei Prada keine Seltenheit. Die gesamte Duftlinie Prada Infusion ist bekannt dafür.

Im Gegensatz zu den pudrigen Damendüften ist Prada Infusion d´Homme nicht übermäßig süß, sondern begeistert neben dem Puder mit frischen und klaren Duftakkorden. Das würzig-aromatische Holz in Verbindung mit Weihrauch verleiht dem Puderduft eine tolle maskuline Note.
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