
Eichenmoos in Parfüm
Eine recht wenig bekannte, aber äußert gut riechende Duftnote in Parfüm ist Eichenmoos. Sein Geruch verleiht jedem Duft eine sinnliche und warme Note und erzeugt mehr Tiefe in Damenparfüm oder Herrenparfüm. Erfahren Sie auf Das-Duftparadies.de mehr über diesen tollen Riechstoff und entdecken Sie mit uns Parfüm mit Eichenmoos. Außerdem erfahren Sie bei uns auch mehr über die Verwendung des Krauts zum Räuchern.
Was ist Eichenmoos?
Bei Eichenmoos handelt es sich um eine kleinwachsende Strauchflechte, welche den lateinischen Namen Evernia prunastri trägt. Der Strauch wächst etwa auf eine Höhe von 10 cm heran und entwickelt als Flechte keine typischen Äste, sondern Bänder. An deren Enden bilden sich die krausigen Soralen, wie sie bei Flechtengewächsen häufig sind. Die Strauchteile haben eine grünlich-blaue, manchmal auch leicht gräuliche Färbung.
Die Flechte ist intensiv duftend und zeichnet sich durch einen außergewöhnlichen Duft aus, weshalb Eichenmoos eine sehr beliebte Duftnote in Parfüm ist. Dies ist auch einer der häufigsten Verwendungszweck für das aromatisch riechende Flechtengewächs. Aber auch kann Eichenmoos in getrockneter Form zum Räuchern verwendet werden und entwickelt dabei ein wunderbar harmonisches Aroma, wenn die Flechte sparsam und mit wenig Hitze geräuchert wird.
Wie riecht Eichenmoos?
Der Duft lässt sich als holzig, erdig, moosig und sinnlich beschreiben. Der Geruch erinnert auch ein wenig an Leder. Durch diese einzigartige Duftrichtung lässt sich Eichenmoos hervorragend mit blumigen Noten sowie grünen Akkorden verbinden.
Um den Geruch von Evernia prunastri wird aus den Pflanzenteilen Absolue gewonnen, der dann in Parfüm als Riechstoff zum Einsatz kommt.
Eichenmoos ist eine der wichtigsten Duftnoten, um typische Chypre Düfte zu komponieren, findet aber häufig auch Anwendung, um Fougere Düfte zu komponieren.
Warum wurde echtes Eichenmoos in Parfüm verboten?
Seit einiger Zeit wurde durch die EU die Verwendung von echtem Eichenmoos in Parfüm und anderen Kosmetikprodukten stark eingeschränkt. Grund dafür sind die enthaltenen Harzsäuren, die als hautreizend gelten und Allergien auslösen können sollen.
Reformulierung wegen Einschränkung des natürlichen Duftstoffs
Leider hat diese massive Einschränkung durch die Europäische Union dazu geführt, dass Duftstoffhersteller und Parfümmarken auf synthetische Riechstoffe als Ersatz zurückgreifen müssen. Dies führte in der Folge dazu, dass viele Düfte mit Eichenmoos reformuliert werden. Aufgrund dessen riechen davon betroffene Duftklassiker nicht mehr so gut, wie es vor der Reformulierung der Fall war.
Mehr darüber erfahren Sie in unserem Artikel „Warum werden Düfte reformuliert?„.
Strecken mit billigem Baummoos die Ursache?
Nachdem die Verwendung von Eichenmoos durch die EU reguliert wurde, stellt sich heraus, dass nicht diese Flechte, sondern ein Streckmittel, nämlich das weitaus günstigere Baummoos für die möglichen gesundheitlichen Reaktionen ursächlich sein soll.
