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Mit diesem Parfüm Glossar erklären wir alle wichtigen Fachbegriffe aus der Parfümwelt – von A bis Z. Klicken Sie einfach den gewünschten Buchstaben an, um direkt an die passende Stelle im Parfüm Glossar zu springen. Vermissen Sie einen Fachtermini, der hier noch nicht erklärt wurde, freuen wir uns über Ihren Hinweis per Mail oder direkt über das Kontaktformular von das-duftparadies.de

Parfüm Glossar – Fachbegriffe von A bis Z

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A


Absolue – hochkonzentriertes Duftöl von pflanzlichen Materialien, das bei Raumtemperatur unter Einsatz von Lösungsmitteln gewonnen wird. Auch als Absolu oder Absolute bezeichnet, handelt es sich um eine sehr hochwertige und besonders aromatische Substanz, die in der Aromatherapie und in der Parfümerie Anwendung findet. Jasmin-Absolue, Rosen-Absolue und Tonka-Absolue sind die bekanntesten hochkonzentrierten Duftöle.

Aldehyde – meist sehr synthetisch , oft leicht stechender, unangenehmer Geruch, der bei Asthma für Atembeschwerden sorgen kann – bekannter Duft mit Aldehyd: Chanel N°5.

Ätherische Öle – bei ätherischen Ölen handelt es sich um aromatische Auszüge von organischen Stoffen wie Blüten, Pflanzen und Pflanzenteilen. Die in Gewächsen enthaltenen ätherischen Öle dienen in der Natur zum Anlocken oder Abwehren von Insekten bzw. Schädlingen. Sie werden in speziellen Öldrüsen der Pflanzen gebildet.

B


Basisnote – auch als Fond benannt, ist die Basisnote die letzte Phase in der Duftentwicklung. Sie folgt nach der kurzen Kopfnote und nach der lange duftenden Herznote. Im Fond geben meist Hölzer, Leder, Tabak und Vanille die Duftrichtung vor. Sehr beliebt ist beispielsweise Sandelholz. Die Duftbasis erstreckt sich über viele Stunden. Sehr hochwertige Düfte sind oftmals noch Tage später auf Kleidung riechbar.

Benzoe – Harz mit balsamischem Geruch. Zu unterscheiden ist zwischen Siam-Benzoe (Styrax tonkinensis), ein balsamisch und leicht schokoladig duftendes Harz, und Sumatra-Benzoe mit süßlich-warmem Duft.

C


Chypre Duft – Parfüm mit klassischem Duftverlauf von zitrischer Kopfnote über blumige Herznote bis holzig-moosiger Duftbasis.

Castoreum – Sekret des Bibers, das auch als Bibergeil bezeichnet wird. Mehr dazu im Parfüm Glossar unter „Erogene Duftstoffe“

D


Duftpyramide – Verlauf eines Parfüms in drei Stufen; Kopfnote, Herznote, Basisnote. Die einzelnen Phasen werden auch als Eröffnungsnote, Mittelnote und Fondnote bezeichnet.

Duftnoten – einzelne Geruchsbausteine, die in gekonnter Komposition den Duft eines Parfüms formulieren.

E


Eau de Solide / EdS – extrem leicht parfümierter Duft. Die Duftöle sind stark verdünnt und haben einen Anteil von 1 bis 3 Prozent

Eau de Cologne / EdC – sehr leichtes Parfüm mit einer Duftöl Konzentration von 3 bis 5 Prozent und kurzer Haltbarkeit

Eau de Toilette / EdT – leichtes Parfüm mit einer Konzentration der Duftöle im Bereich von 4 bis 9 Prozent

Eau de Parfum / EdP – starkes und gut haltbares Parfüm mit einer Konzentration von 8 bis 15 Prozent

Eau de Parfum Intense – der Anteil an Parfümölen beträgt bis etwa 20 Prozent, manchmal auch mehr

Extrait Parfum – Parfümöl-Konzentration mit 15 bis 30 Prozent

Extrait Parfum Intense – höchste Konzentration der Parfümöle bis zu 40 Prozent

Elegante Duftnoten – häufig handelt es sich um sogenannte weiße Duftnoten wie Jasmin, Geranie, Maiglöckchen. Sie verleihen dem Parfüm eine besondere Eleganz.

Erkennungsschwelle – nehmen wir einen Geruch in einer bestimmten Konzentration wahr, können wir erkennen, um welchen Duft es sich handelt. Anders als bei der Wahrnehumgsschwelle, bei der wir lediglich feststellen, irgendetwas zu riechen.

Erogene Duftnoten – darunter fallen hauptsächlich warme, tierische Duftnoten wie Ambra, Bibergeil, Moschus und Zibet. Häufig handelt es sich dabei um tierische Sekrete, die in der Natur als Sexuallockstoff dienen und in geringer Konzentration vom Menschen als überaus angenehm empfunden werden.

F


Fougère Duft – typischer Duftcharakter. Der Fougère Akkord enthält die Duftbausteine Bergamotte, Germanium, Lavendel und Cumarin. Der Lavendel-Duft erstreckt sich bin in die Fondnote. Dort ist häufig das krautige Eichenmoos enthalten.

G


Gourmandparfüm – bei Gourmanddüften stehen Duftnoten im Vordergrund, die an Süßspeisen, Desserts, süßes Gebäck oder süße Naschereien wie Zuckerwatte erinnern. Auch Schokolade und Karamell sind Gourmand-Noten, die das Hauptthema in einem Gourmandparfüm bilden.

Grasse – die Hauptstadt des Parfüms. In der französischen Stadt Grasse spielt auch der Roman Das Parfum von Patrick Süßkind. Heute noch haben bekannte Parfüm-Manufakturen wie Fragonard, Fleuron de Grasse und Molinard ihren Firmensitze in Grasse.

H


Hesperide – der Begriff fasst alle Duftnoten mit zitrischem Duftcharakter zusammen. Dazu gehört zum Beispiel Bergamotte, Zitrone, Limone, Mandarine, Orange.

Herznote – sie ist auch als Parfümherz oder Mittelnote bekannt, da sie in der 3-teiligen Duftpyramide in der Mitte erscheint. Die Herznote eröffnet sich nach der kurzen Kopfnote. Im Gegensatz zu dieser erstreckt sie sich über mehrere Stunden, bevor die Basisnote das Parfüm ausklingen lässt.

I


Infusion – hierbei ist von einem bestimmten Verfahren der Duftstoffgewinnung die Rede. Bei einer Temperatur von ca. 65°C werden Blüten ihre ätherischen Duftöle entzogen. Viele Düfte der Marke Prada werden als „Infusion“ bezeichnet, da ein bestimmter Duftbaustein in den jeweiligen Düften dominiert.

Iris – Die Schwerlilie ist eine Pflanzengattung innerhalb der Unterfamilie der Iridoideae. Insbesondere die Iriswurzel findet in der Parfümerie Anwendung. Das Iris-Rhizom entwickelt einen lieblichen Veilchenduft.

J


Jasmin – Jasminblüten verströmen einen sehr eleganten und anregenden Duft. In der Aromatherapie kommt das ätherische Jasminöl zum Einsatz, um die Stimmung aufzuhellen und Depressionen zu lindern. Darüber hinaus wirkt Jasmin ähnlich wie Valium. Ein bekannter Jasminduft ist Alien von Thierry Mugler. Aber auch in Dior Addict, One Million und Idole von Lancome spielt der Duft von Jasmin eine wichtige Rolle.

K


Kapillarwirkung – Die Kapillarwirkung ist für die Verflüchtigung von Parfum aus dem Flakon verantwortlich. Hier erklären wir die Kapillarwirkung ausführlich.

Kopfnote – als solche wird der Duft eines Parfüms unmittelbar nach dem Aufsprühen benannt. Sie führt das Duftdreieck bzw. die Duftpyramide an, ist meist intensiv, spritzig und nur von kurzer Dauer. In manchen Düften kann sich die Kopfnote über mehrere Minuten deutlich länger erstrecken, als in anderen Parfums.

L


Luxusparfüm – Parfums, die aufgrund der ausgewogenen Formulierung, besonderer Duftnoten oder wegen dem luxuriösen Image der Parfümmarke nicht zu den Mainstremdüften zählen.

M


Modifizierung – Bekannte Düfte werden häufig modifiziert, um die klassische Duftkomposition zu erneuern oder eine Limitierte Edition herauszugeben. Dabei bleibt die bekannte Duft-DNA erhalten.

Moschus-Keton – synthetische aromatische Nitroverbindung, die stellvertretend für die natürliche Duftnote Moschus in Parfüms zum Einsatz kommt. Ein weiterer Ersatzstoff ist Moschus-Ambrette.

N


Nuanceur – als solche werden Duftnoten bezeichnet, die im Hintergrund eines Parfümdufts mitschwingen und die Hautpduftnote passend begleiten.

O


Olfaktorik – als Olfaktorik wird die Fähigkeit des Riechen bezeichnet. Es geht also um den Geruchssinn, der auch als olfaktorischer Sinn benannt wird.

Orientalische Düfte – hierbei handelt es sich meist um schwere und intensive Düfte, die man beim Riechen unweigerlich mit dem Orient in Verbindung bringt. Amber, Oud, Sandelholz, Vanille sind typische Duftnoten, die in orientalischen Parfüms im Vordergrund zu riechen sind.

P


Parfümöl – konzentrierte duftende ätherische Öle, die miteinander gemischt werden können, um ein Parfüm zu entwickeln. Einzeln oder in Kombination können Parfümöle mit Wasser in einer Duftlampe erhitzt werden, um den Raum zu bedurften.

Pudernote / Puderduft – ein bestimmter Duftcharakter, der sehr trocken, staubig, pudrig und oft auch als schwer empfunden wird. Häufig rührt die Pudernote von Tee bzw. Mate als Duftnote. Die Pudernote kann bereits in der Kopfnote präsent sein. Hauptsächlich finden man diesen speziellen Duftcharakter in der Herznote.

Q


R


Resinoide – duftende Extrakte aus Pflanzenteilen und Harzen (nicht jedoch von Blüten). Sie enthalten zusätzlich zu den gelösten ätherischen Ölen weitere lösliche Bestandteile.

Riechstoffe – dies ist eine andere und umfassendere Bezeichnung für Duftstoffe und Duftnoten. Während „Duft“ vornehmlich für wohlriechende Substanzen verwendet wird, umschließt das Wort Riechstoff auch Gerüche, die unangenehm Riechen oder sogar stinken. Tierische Sekrete wie Zibet oder Bibergeil sind zugtreffliche Beispiele. Erst durch starke Verdünnung und in Verbindung mit weiteren Duftstoffen erlangen diese einen angenehmen Duft.

S


Schwere Düfte – Diese Parfums zeichnen sich durch intensiven Duft und sehr gute Haltbarkeit aus. Schwere Düfte sind meist an der intensiven und wuchtigen Kopfnote erkennbar. Häufig enthalten sie Patchouly, Balsame und tierische Duftnoten (im Parfüm Glossar unter dem Buchstaben T näher erklärt).

Synthetische Duftbausteine – Duftstoffe, die synthetisch im Labor nachgebaut werden, sind unter der Bezeichnung synthetische Duftnoten bzw. synthetische Duftbausteine bekannt. Die synthetische Herstellung der Riechstoffe ist häufig günstiger als natürliche Duftnoten. Insbesondere tierische Duftnoten, die sehr teuer und teilweise sehr selten sind, werden im Labor synthetisch nachgebaut.

T


Tierische Duftstoffe – diese Duftbausteine stammen ursprünglich tierischer Abstammung ab. Dazu gehören Ambra, Bibergeil, Zibet und Moschus. Hier finden Sie unseren Artikel Tierische Duftnoten. Dort erklären wir, wie die Duftnoten gewonnen werden und inwieweit sie heute noch in der Parfümindustrie eingesetzt werden.

U


V


Verdünnungsklassen – Parfüm ist eine Mischung aus Alkohol, destilliertem Wasser und ätherischen Ölen. Die Verdünnungsklassen EdS, EdC, EdT, EdP und Extrait Parfum geben an, wie hoch der prozentuale Anteil an ätherischen Ölen und weiteren Duftbausteinen ist. Je höher deren Anteil, desto intensiver duftet das Parfüm. Genauere Angaben zu den Verdünnungsklassen finden Sie im Parfüm Glossar unter dem Buchstaben E.

W


Wahrnehmungsschwelle – hiermit ist der Punkt erreicht, ab dem wir einen Geruch wahrnehmen können. Er unterscheidet sich von der Erkennungsschwelle. Bei dieser können wir klar definieren, welchen Geruch wir riechen. Dies ist bei der Wahrnehmung eines Geruchs noch nicht möglich.

Warme Düfte – so manches Parfüm ist wegen seines warmen Duftcharakters beliebt. Als warm wird eine Duftentwicklung bezeichnet, wenn das Parfüm ein Gefühl von Geborgenheit und Vertrautheit erweckt. Wir beschreiben warme Düfte sehr gerne als „umhüllend“.

X


Xylolmoschus / Xylenmoschus – chemische Verbindung mit starkem und angenehmen Moschusduft. Die EU  hat in 2014 die Verwendung von Moschusxylol als Riechstoff in Parfums verboten. Jüngere Düfte enthalten diese aromatische Verbindung nicht mehr. In Vintage-Düften, die vor dem Verbot abgefüllt wurden, kann Xylolmoschus als Ersatz für die ebenfalls verbotene echte Duftnote Moschus noch enthalten sein.

Y


Z


Zitrisch – die Duftrichtung zitrisch beschreibt Düfte, die mit Zitrusnoten einen angenehm sauren, frischen und manchmal auch süßen Fruchtcharakter hat.

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