Nuttendiesel – Parfüm für Frauen ohne Stil

Nuttendiesel - wenn Parfüm billig riecht

Nuttendiesel
Wenn Sie jetzt denken, dass wir in den heiligen Hallen unseres sonst so schönen Duftparadieses ordinär werden, dann… haben Sie vollkommen Recht. Heute werden wir ordinär, billig und begeben uns tief in den Abgrund. Nicht nur, was das Vokabular anbetrifft, sondern auch, was Parfüm anbelangt. Nuttendiesel ist der umgangssprachliche Begriff, der in den 1970er und 1980er Jahren vornehmlich für besonders unfein riechende Parfums verwendet wurde. Es waren vornehmlich „Damen“ des horizontalen Gewerbes, welche sich für wenig Geld anboten und denen nachgesagt wurde, sie trügen schlecht formuliertes Parfüm. So erstaunt die Bezeichnung ‚Nuttendiesel‘ nicht wirklich.

Nuttendiesel – Billigparfüm für billige Frau

Wohl dosierte, fein formulierte und höchst kostspielge Duftkompositionen wie bei Nischenparfüm waren früher der besser situierten gesellschaftlichen Schicht vorbehalten. Aber zu glauben, dass Nuttendiesel (ausschließlich) von Damen aus jener einschlägigen Berufsbranche getragen würde, von denen man ja ohnehin erwarten würde, dass sie zu Billigparfüm greifen, ist ein Irrglaube.

Während so manche Frau dieser Branche bei der Parfümwahl exzellenten Geschmack unter Beweis stellt, begegnen uns hier und da im Alltag Frauen, die durch und durch ehrlos sind. Ehrloser, als es Damen in einschlägigem Gewerbe je sein könnten. Der Nuttendiesel riecht so schlecht, wie der Charakter seiner Trägerin es ist.

Wir müssen schon zugeben, dass wir beim Schreiben dieses Artikels eine ganz bestimmte „Dame“ im Kopf haben. Eine selbstdarstellerische Narzisstin par excellence. Gnadenlos von sich selbst überzeugt. Unwiderstehlich attraktiv. Femme fatale. In ihrer eigenen Wahrnehmung.

Die Realität sieht anders aus. Ein unscheinbares Mäuschen. In eine alte Strickjacke gehüllt, deren Ärmel schon längst ausgeleiert sind und deren Oberfläche von Pilling im Endstadium befallen ist. Voller Minderwertigkeitskomplexe. Ein durchtriebenes Luder, dem jedes Mittel Recht ist. Das einzige, was sie mit der Femme fatale gemein hat, ist jene Zerstörung, welche sie hinterlässt. In ihrem sozialen Umfeld, vor allem aber an sich selbst.

Assoziationen zum Begriff Nuttendiesel

Die typische Trägerin von Nuttendiesel ist eine blasshäutige Frau. Ihre Lippen in gänzlich unpassendem knalligem Rot geschminkt und dabei die Konturen der Lippenlinie vollkommen überpinselt. Unsauber. Ausgefranst. Der rote Nagellack ist in gleicher Weise schlecht aufgetragen, über alle Ränder hinaus auf die Finger gepinselt, die Nägel abgekaut.

So schlecht, wie der Nuttendiesel ist auch ihre Frisur. Die Haare meist in fahlem Straßenköter-Blond leicht fettig am Kopf herabhängend. Zwischen den Zähnen schiebt die Frau einen riesigen Kaugummi in grell-pinker Farbe hin und her, während sie am Straßenrand steht und kokettierend eine Haarsträhne des ausgehangenen Haares um die Finger wickelt, dabei gleichzeitig den Kaugummi in einer großen Blase platzen lässt.

Entweder enge Jeans oder ein viel zu kurzer Mini-Rock wird zu trivialen Over-Knee-Stiefeln getragen, um Männern selbstgefällig sich darzubieten. Die Nuttendiesel Trägerin erfüllt sämtliche dieser Klischees und auch dieses, sich nicht nur primitiv anzubiedern, sondern auch sich billig anzupreisen:

„Wieviel?“

„Mit 20, ohne 40!“

Auf gleichem preislichen Niveau wie die dargebotene Dienstleistung bewegt sich auch das Parfüm, der Nuttendiesel. Keine 300, 200, 100, 50 oder wenigstens 20, sondern 5 Euro. Höchstens. Am besten in einem großen Flakon.

Wer braucht schon Luxus? Es soll billig sein. Passend zum Charakter. Olfaktorisch nicht weniger niveaulos wie jene Darbietung seiner Trägerin selbst. Keine sinnlichen Riechstoffe, keine eleganten Duftnoten, keine virtuosen Duftkompositionen und ebenso wenig ein wohlgeformter, attraktiver Parfümflakon. Nuttendiesel kennt nur: Billig und ordinär.

Wie riecht Nuttendiesel?

Sie haben es längst schon gemerkt. Nuttendiesel verspricht alles andere als olfaktorische Edelnoten. Stechend, stinkend, eine ekelerregende und alles erschlagende Wolke undefinierbarer Riechstoffe – das ist das typische Erkennungsmerkmal und unmissverständlich in einem Bruchteil von Sekunden selbst mit ungeübter Nase analysierbar.

So, wie man der typischen Trägerin ansieht, in welchem Metier die Dame ihre Brötchen verdient. Der Ruf, nein, der Geruch, eilt dem Nuttendiesel voraus. Noch bevor die Dienstleistungsexpertin überhaupt zu sehen ist, wird sie von ihrer billigen, sie umschwebenden Geruchswolke verraten. Mit aller Penetranz. Laut, schrill, unangenehm, sich in die Nasen aller Riechenden einbrennend.

Mit einem intensiven Duft aus erlesener Parfümeurshand hat das nichts zu tun. Auch große Düfte können penetrant, überdosiert, aufdringlich und einfach nach zu viel des Guten riechen. Doch sie haben immer Stil. Stil, der Nuttendiesel und seiner obligatorischen Trägerin in Gänze fehlt. Charakter, den man einer sich billig anbietenden Dame des horizontalen Gewerbes oder einer sich anderweitig darbietenden Frau beileibe nicht anerkennen kann, weil er schlicht fehlt. Nuttendiesel ist eben nichts für anständige Frauen und Billigprostituierte.

Gibt es heute noch Nuttendiesel?

Oh ja. Die Tatsache, dass der Begriff ‚Nuttendiesel‘ in die Jahre und außer Mode gekommen ist, ändert nichts an der Tatsache, dass es diese billigen Geruchsbelästiger noch gibt. Ebenso, wie das urälteste Gewerbe und Frauen, die jene Klischees erfüllen.

Im Laufe der letzten Jahre sind uns einige solcher Parfums über den Weg gelaufen, die wir hier gar nicht erst erwähnen möchten, so schlecht wie sie sind. Zu so manchem schlechten Parfüm in unterster Preislage lässt sich bei allerbestem Willen oft nicht ein gutes Wort konstruieren. Ebenso, wie es Frauen gibt, über die nichts Positives zu berichten wäre. Mögen jene Frauen und eben jene Billigdüfte zueinanderfinden, sie haben sich eben gegenseitig verdient.

Nuttendiesel: Das olfaktorische Gesetz der Hautchemie?

Es ist bekannt, dass die Körperchemie sich positiv oder negativ auf die Duftentwicklung auswirken kann. Medikamenteneinnahme, Krankheit, Alter, Hormonumstellung – all diese Faktoren können dafür sorgen, dass ein Parfüm, das früher gut auf der Haut gerochen hat, auf einmal ganz anders riecht. Aus Wohlgeruch wird auf einmal Gestank.

Bei Nuttendiesel und seiner Trägerin ist der schlechte Geruch nicht der Hautchemie geschuldet. Nuttendiesel ist ein schlecht gemachtes Parfüm, welchem es an Liebe, Kreativität und hochwertigen Zutaten fehlt. Ob Billigparfüm oder Trägerin: es mangelt beiden an Stil und Charakter. Beides passt perfekt zueinander.

Und selbst, wenn eine attraktive Frau den Selbstversuch wagen würde, Nuttendiesel auf ihre zarte Haut aufzulegen, käme es zu keiner olfaktorischen Harmonie. Ebenso wenig wie wenn eine niveaulose Frau edle Düfte zu tragen versucht. Jedes Parfüm – egal, wie gut oder billig es ist – sucht sich seine Trägerin aus. So, wie es auch hermetische Gesetze gibt, gibt es olfaktorische Gesetze.

Letztlich spiegelt die Hautchemie auch die inneren Werte wieder und deshalb spielt die Hautchemie immer eine entscheidende Rolle, welches Parfüm zu Trägerin (oder Träger) passt. Die typische Trägerin von Nuttendiesel ätzt ihr Inneres nach außen. Kein Parfüm würde auf ihrer Haut schön riechen.

7 Kommentare
  1. Antonie Fröhlich sagte:

    An Ihrer Stelle würde ich diesen Artikel löschen – um Ihrer selbst willen! Sich über andere erheben wollen, denen es schlechter geht als einem selber, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die nicht mit einem „goldenen Löffel im Mund geboren wurden“ sondern bestenfalls mit einem aus Plastik…. was soll das? Unverständlich, wie man ohne Not sowas schreiben kann. Dieser Text wirkt herablassend und streckenweise nachgerade hasserfüllt. Er zieht auf unangenehme Weise über andere Menschen her – was soll damit gesagt werden? Um witzig zu sein ist der Text zu verächtlich, zu verbissen, zu feindselig.
    Stil, Klasse und Charakter gehen anders. Dass ein zarter Duft auf der Haut hält, ist dafür nicht hinreichend.

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  2. Anna sagte:

    @Antonie Fröhlich, wissen Sie, dieser Text ist tatsächlich mit zahlreichen negativen Gefühlen behaftet, nicht witzig gemeint, sondern einem ganz bestimmten Typ Frau und ebenso einem ganz bestimmten Typ Parfüm gewidmet. Vielleicht lesen Sie ihn noch einmal, um dessen Botschaft zu erfassen. Es geht nicht darum, mit dem goldenen Löffel geboren worden zu sein. Sondern um das, was man aus sich und seinem Leben macht. Ob mit oder ohne Geld spielt keine Rolle.

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      • Angie sagte:

        Dieser Artikel reduziert Frauen auf ihren Beruf. Warum hat eine Frau die diesen Job macht nichts besseres verdient ? Auch wenn es ums Parfüm ging in dem Artikel aber was ist das für eine Denkweise. War vielleicht anders gemeint. Aber sorry NoGo und eine Beleidigung an jede Frau die durch diesen Job sich und ihre Familie durchbringt.

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        • Anna sagte:

          Liebe Angie, Sie dürfen sich sicher sein, dass wir keiner Frau, die durchaus einen ehrenhaften Job erledigt, anfeinden und diskriminieren möchten. Lesen Sie diesen Artikel noch einmal – vorurteilsfrei und aufmerksam. Dann werden Sie verstehen, dass wir keinesfalls Prosituierte an den Pranger stellen, sondern lediglich Frauen, die sich billig verkaufen. Damit ist beileibe nicht der Job einer Prostitutierten gemeint. Wir beziehen uns mit dem kritischen Artikel „Nuttendiesel – Parfüm für Frauen ohne Stil“ genau auf ebendiese – Frauen ohne Stil. Das hat mit dem Gewerbe nichts zu tun. Beste Grüße

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