Hugo Boss Alive Eau de Parfum Duftbeschreibung Damenparfüm
Bei diesem Beitrag könnte es sich um Werbung handeln. Weitere Infos finden Sie am Seitenende.

Hugo Boss Alive Eau de Parfum
Haben wir bisher Hugo Boss Parfüm sträflich vernachlässigt, folgt nun nach der Hugo Boss The Scent for Her EdP Duftbeschreibung sogleich die nächste Parfümbeschreibung mit Hugo Boss Alive Eau de Parfum. Erschienen ist dieses Parfüm für Frauen im Jahre 2020. Er ist eine süße und fruchtige Duftkomposition, die von Coty Inc. vermarktet wird. Das Unternehmen, welches im Jahr 1904 von Parfümeur Francois Coty in Paris gegründet wurde, hält derzeit auch die Markenrechte für Balenciaga, Bottega Veneta, Calvin Klein, Chloe, Carolina Herrera und weitere Parfümmarken inne. Der einstige Unternehmensgründer Francois Coty hat maßgeblich die Duftrichtung der Chypre Düfte geprägt und war einer der bedeutsamsten Parfümeure seiner Zeit. Hoffen wir mal, das sein Geiste auch heute noch in Parfums von Coty weiterleben und mit Großartigkeit begeistern darf, wenn wir für unsere heutige Duftbeschreibung an Hugo Boss Alive Eau de Parfum riechen.

Annick Ménardo – die Parfümeurin von Hugo Boss Alive Eau de Parfum

Komponiert wurde der Damenduft von Annick Ménardo, eine französische Parfümeurin, die bei ISIPCA in Versailles ihre Ausbildung zum Parfümeur Beruf absolviert hat.

Yves Saint Laurent Body Kourus, Dior Hypnotic Poison, Boss Bottled, Lolita Lempicka, Laura Biagiotti Roma Uomo und einige Lancome Hypnose Parfums sind weitere Duftkreationen von Annick Ménardo.

Darüber hinaus hat Annick Ménardo mit anderen Parfümeuren den kultigen Herrenduft Giorgio Armani Acqua di Gio pour Homme EdT komponiert. Mit dabei der Maître Parfümeur Alberto Morillas, der das wunderbare Damenparfüm Gucci Guilty Absolute Pour Femme EdP erschaffen hat.

Hugo Boss Alive Eau de Parfum – die Duftnoten

Eigentlich sind wir fast immer entzückt, wenn wir im Rahmen unserer Duftbeschreibungen eine Duftpyramide erblicken, die sich aus vielen Duftnoten zusammensetzt. Manchmal gibt es aber auch Ausnahmen – so wie heute.

  • Kopfnoten: Apfel, Schwarze Johannisbeere, Pflaume, Zimt
  • Herznoten: Indischer Jasmin-Sambac, Bourbon-Vanille Absolue, Thymian
  • Basisnoten: Chinesische Zeder, Sandelholz, Olivenholz, Goldenwood

Einerseits enthält die Pyramide ein paar Duftnoten, die uns gut gefallen und voll in unserem Beuteschema liegen. Pflaume, Zimt, Jasmin, Vanille und Sandelholz – top. Da hätten wir eigentlich nichts zu meckern.

Aber irgendwie erweckt diese Gesamtzustellung bei uns den Eindruck, dass mit aller Gewalt mal etwas Neues ausprobiert werden musste. Also hat man Duftnoten hinzugefügt, die für uns so nicht zusammenpassen. Vielleicht ist genau dies der Grund, warum wir Hugo Boss Parfüm – vor allem für Frauen – nicht wirklich zugetan sind.

Kurzum: Hugo Boss Alive Eau de Parfum ist kein Damenduft, der bei uns allzu großes Interesse erweckt. So geht es uns generell mit den Damendüften dieser Parfümmarke. Aber nun, wo dir das Damenparfüm vorliegen haben, nutzen wir doch die Gelegenheit und schauen, wie das Parfüm riecht.

Der Name „Alive“ bedeutet übrigens lebendig. Wir sind gespannt, wie wir uns anhand der Riechprobe dieses Thema vorstellen dürfen.

Hugo Boss Alive EdP – die Kopfnote

Im Start überraschen und frisch-zitrische Noten. Klar erkennbar ist der spritzige Apfel, aber auch Zitrone oder Bergamotte in süßer Variante lassen sich ausmachen. Der erste Punkt geht an das Parfüm. Die Kopfnote ist definitiv „Alive“, wirkt erfrischend und belebend. Die fruchtige Zitrusfrische gibt nach 1 bis 2 Minuten nahtlos über an eine Süße. Eine schöne Interpretation der Schwarzen Johannisbeere in Liebschaft mit einer süßen, schmackhaften Pflaume.

Die Schwarze Johannisbeere ist wirklich gut gelungen. Bei Weitem nicht so schwer, wuchtig und düster, wie sie sonst oft in Parfüm vorkommt. Sie verleiht dem Duft einen feinen Hauch von Puder und Cremigkeit. Beide Früchte haben etwas Würziges. Doch diese Würzigkeit kommt – noch – nicht vom Zimt, sondern es ist das intensiv-reife Aroma der beiden Früchte.

Eine eher ungewöhnliche Parfüm-Kopfnote

Wir warten noch auf die Zimtnote, die ebenso wie Johannisbeere und Pflaume für die Kopfnote eines Parfums eher ungewöhnliche Duftnoten sind. Aufgrund der Intensität dieser Riechstoffe werden Johannisbeeren und Pflaumen meist in der Herznote, der Zimt vornehmlich in der Basisnote von Parfums eingesetzt. Also Parfümeurin Annick Ménardo hat sich bei der Komposition von Hugo Boss Alive EdP wirklich etwas einfallen lassen und das für unser Empfinden ganz gut umgesetzt.

Die Zimtnote kommt für unseren Geschmack etwas zu kurz – aber das dürfte individuelle Geschmacksache einer jeden Frau sein. Mag man Zimtgeruch, kann es nicht genug sein – wer das Zimtgewürz nicht so sehr mag, kann bei einer intensiven Zimtnote schnell „vergrault“ werden.

Nachdem sich der Auftakt aus Apfel und Zitrus verflüchtigt hat, gehen die drei Leckereien Schwarze Johannisbeere, Pflaume und Zimt ein schönes Zusammenspiel ein. Für uns ist die tendenziell großzügig hinzugefügte Süße lecker!

Und wissen Sie was? Es wäre echt verrückt, aber total geil gewesen, wenn Annick Ménardo es so richtig hätte krachen lassen und diesem Eröffnungsakkord noch als Zutat etwas Schokolade hinzugegeben hätte.

Ohnehin neigt der Duft Hugo Boss Alive EdP dazu, fast schon einer der Gourmanddüfte zu sein. Mit der Duftnote Schokolade wäre er es definitiv. Oh, und welch ein Glück! Haben wir doch noch eine Bunkerflasche von dem tollen Schokoladenparfüm Flora Mare Chocolat Leger Slimming zur Hand.

Erstes kleines Zwischenfazit in der Hugo Boss Alive EdP Duftbeschreibung

Während wir die schöne Kopfnote auskosten, gerät die spritzige Fruchtigkeit von ganz am Anfang beinahe schon in Vergessenheit. Umso weniger passender, oder vielleicht umso passender finden wir den Parfümnamen „Alive“. Oder zumindest verändert sich unser Verständnis, was mit „lebendig“ gemeint ist.

Dachten wir doch anfangs, mit „lebendig“ sei vielleicht ein komplett erfrischender Duft gemeint. Vielleicht sogar etwas für den Sport? Nein! Jetzt wissen wir, was wir unter „Alive“ zu verstehen haben. Jene Lebendigkeit, im einen Moment „Bang!“ zu sein. Fruchtig, frisch, erfrischend, spritzig. Um dann komplett in eine andere Duftrichtung abzubiegen, die tief, warm, sanft und cremig ist.

Das Damenparfüm Hugo Boss Alive Eau de Parfum macht sehr deutlich, wie wenig aussagekräftig die ersten Sekunden der Kopfnote sein können. Haben Sie bereits anderweitig zu diesem Damenduft eine Beschreibung gelesen, fällt Ihnen womöglich auch auf, dass wir zu einer komplett anderen Einschätzung kommen werden. Doch dazu später mehr.

Wie riecht Hugo Boss Alive Eau de Parfum in der Herznote?

Mit Tiefe und ordentlicher Sillage, cremig und leicht von Puder angehaucht geht es in das Parfümherz, wo der Damenduft eine schöne blumige, von sanfter Vanille untermalte Richtung einnimmt.

Die Duftnote Jasmin-Sambac erschlägt nicht, sondern ist mit Vanilleduft und ein wenig würzigem Thymian angenehm ausgewogen formuliert. Obwohl sich in der Herznote die Sillage reduziert, ist noch genug des schönen Dufts vorhanden. Das besprühte Handgelenkt lädt dazu ein, immer wieder mit der Nase näher zu kommen und das Damenparfüm zu genießen.

Dadurch entgeht uns eine kleine Besonderheit nicht. Zwischen dem eleganten Jasminduft entdecken wir minimalste kratzige Noten, die ein ganz klein wenig „muffig“ riechen und einen tollen Kontrast zur Süße, Cremigkeit und Blumigkeit in den Duft bringen.

Dabei kommen wir auch noch voll auf unsere Kosten. Dieses herb-kratzig-muffige ist dezent über weite Strecken in der Herznote anwesend und kann von uns ausgekostet werden. Toll!

Zwar könnte es für unseren (!) Geschmack von diesem kratzig-herb-muffigen noch etwas mehr sein. Aber uns ist vollkommen bewusst, dass nicht jede Frau dieses gewisse Etwas in einem Parfüm mögen und letztlich muss ja jeder Designer-Duft gefällig sein, um Umsatz zu machen. Ja, so unromantisch ist das.

Jedenfalls hat sich Annick Ménardo nicht nur bei der Kopfnote etwas gewagt, sondern auch im Parfümherz! Dafür unser Lob!

Wenn Sie, so wie wir, solche Ecken und Kanten in einem Parfüm mögen, haben wir einen Tipp für Sie: Einen ähnlichen Effekt hat übrigens auch das Damenparfüm Paco Rabanne Olympea Blossom EdP. Dort ist das muffige, kratzige, leicht modrig riechende Etwas ein wenig intensiver.

Hugo Boss Alive EdP Basisnote

Im Vergleich zur Kopfnote und Herznote ist der Parfümfond fast ein wenig belanglos nicht ganz so spektakulär. Okay, beides klingt hart. Wo jedoch Parfümeurin Annick Ménardo ungewöhnliche Wege gegangen ist, wir uns schon an Überraschungen gewöhnt haben, haben wir auch für den Fond eine solche erwartet. Doch sie bleibt aus.

Womöglich mag dies daran liegen, dass wir bei der Duftnote Sandelholz immer enttäuscht werden, weil das richtig gute Sandelholz lange schon dem Raubbau zum Opfer gefallen und nicht mehr auf dem Rohstoffmarkt zur Verfügung steht. Sandelholz ist mittlerweile artengeschützt und darf nicht mehr exportiert werden. Mehr darüber können Sie in unserem Artikel über „Sandelholz Parfüm“ nachlesen.

Die Hölzer Zeder und Olivenholz sind eher nichtssagend. Goldenwood haben wir im Rahmen unserer Recherche immer im Zusammenhang mit einer Rose gelesen. Aber ob es sich bei Goldenwood um eine markengeschützte Rosenart handelt, die im Damenparfüm Gucci Guilty Absolute pour Femme enthalten ist, wissen wir bisher noch nicht. Aber noch befinden wir uns am Anfang der Basisnote und vielleicht kommt sie, die Überraschung von Annick Ménardo, die wir uns erhoffen.

Nachdem wir uns eine kleine Pause beim Schreiben gegönnt und den Duftverlauf weiter verfolgt haben, kommen wir zur Bewertung der Basisnote. Es geht holzig zu. Die Bourbon-Vanille ist bis zum Schluss gut riechbar mit einer angenehm leichten Süße.

Sandelholz bringt etwas Balsamisches hinzu. Ideal für den Abschluss eines Parfums. Wie riecht Olivenholz? Nach Oliven? Derartiges zeigt sich uns im Parfümfinale nicht. Bei Goldenwood könnte es sich tatsächlich um eine Rose handeln. Doch dies können wir nicht mit abschließender Sicherheit sagen. Es wäre aber ungewöhnlich, den Duft einer Rose in der Basis zu finden.

Hugo Boss Alive Eau de Parfüm – zu welcher Jahreszeit & welchen Anlässen?

Wir haben Empfehlungen und Bewertungen gelesen, die dieses Parfüm als alltagstauglich, für den Frühling und für den Sommer einschätzen. Vergessen Sie es! Klar, jede Frau sollte das Parfüm, das sie liebt immer dann auflegen, wann immer sie Lust darauf hat. Tageszeit, Jahreszeit, Anlass – egal.

Aber möchten Sie sich ein wenig an den häufig genutzten Tragegepflogenheiten orientieren, haben Sie hier ein tolles Parfüm mit Eleganz, das eine gute Sillage, einen angenehmen Tiefgang und eine großzügige Süße zu bieten hat.

Fruchtig? Ja! Leicht? Nein! Alltagstauglich? Ja – wenn Ihr Alltag nur abends, nur im Herbst und nur im Winter stattfindet.

Tragen Sie Hugo Boss Alive an stürmischen und kalten Tagen. An diesen Tagen, wo Sie sich zuhause auf dem Sofa im kuscheligen dicken Wollpulli mit Lebkuchen in der Hand am wohlsten fühlen. Dann haben Sie dafür wahrscheinlich den perfekten Duft dazu gefunden.

Suchen Sie einen Damenduft zum Ausgehen, hält Hugo Boss Alive Eau de Parfum alles dafür bereit. Schwung, Wandlungsfähigkeit, Eleganz, Stil, tolle Sillage und großzügige Haltbarkeit.

Unser Fazit zu dieser Duftbewertung

Wie gesagt, mit Hugo Boss Parfüm werden wir nicht wirklich warm. Dieser Duft ist für uns bisher der schönste Damenduft der Parfümmarke und macht somit eine Ausnahme. Hat Parfümeurin Annick Ménardo gut gemacht! Alive bleibt lange auf der Haut riechbar und bringt eine Sillage mit, die selbst für uns okay ist. Insgesamt einer der besten neuen Damendüfte, den wir getestet haben. Von uns gibt es deshalb Daumen hoch!

2 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.