Parfüm Frage: Wie hält Parfüm länger auf der Haut?
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Wenn wir uns ein schönes Parfüm kaufen, wünschen wir uns alle, dass der Duft möglichst lange auf unserer Haut riecht. Er soll uns durch den ganzen Tag begleitet vor allem wollen wir selbst über viele Stunden das Parfüm wahrnehmen. Mit diesen beiden Sätzen fassen wir die Misere fast aller Parfümbegeisterten zusammen. Heute geht es um die Frage, wie man ein Parfüm länger auf der Haut haltbar machen und die eigene Wahrnehmung des Dufts verbessern kann.

Um die Haltbarkeit von Parfüm auf der Haut verlängern zu können, ist ein bisschen Wissen notwendig, wie das Riechen funktioniert und welche Einflüsse die Duftmoleküle beeinflussen. Deshalb starten wir erstmal mit ein paar spannenden Fakten.

Wie lange riecht man Parfüm?

In erster Linie tragen wir ein Parfüm, um uns in einen schönen Duft zu hüllen, der uns gut gefällt, unser Selbstbewusstsein steigert und mit dem wir bei anderen Menschen positiv oder attraktiv auffallen. Aus diesen Gründen ist die Frage „Wie hält Parfüm länger auf der Haut?“ absolut nachvollziehbar.

Wie lange man ein Parfüm riechen kann, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Konzentration der Parfümöle
  • Qualität der ätherischen Öle
  • aufgesprühte Menge des Parfums
  • Körperchemie von Träger oder Trägerin
  • Körpertemperatur & Umgebungstemperatur
  • Stelle, wo das Parfüm aufgesprüht wird

Insbesondere muss man aber unterscheiden, aus welcher Perspektive die Frage gestellt wird. Denn es ist ein gravierender Unterschied, ob man wissen will, wie lange man das Parfüm an sich selbst riechen kann oder wie lange eine andere Person das Parfüm wahrnehmen kann, das wir tragen.

Wie lange riecht man sein eigenes Parfüm?

Auch, wenn Ihnen unser erster Tipp überhaupt nicht gefallen wird, ist es der wichtigste Tipp überhaupt, damit Sie Ihren Duft möglichst lange riechen werden:

Tragen Sie Ihr Lieblingsparfüm so selten wie möglich!

Das ist doof, aber definitiv die beste Empfehlung, die wir Ihnen geben können. Der Grund dafür liefert Ihr Gehirn, das unmittelbar mit der Nase verbunden ist.

Bereits nach 4 Minuten lässt Ihre Wahrnehmung für das Parfüm signifikant nach. Je häufiger und mit je weniger Abständen Sie Ihren Lieblingsduft riechen, desto mehr wird die Wahrnehmung abgesenkt.

Warum können wir überhaupt riechen?

Der Geruchssinn und die Fähigkeit des Riechens ist eine natürliche Schutzfunktion, die unseren Organismus warnen soll, wenn eine Gefahr für unsere Gesundheit droht. Die Nase transportiert Duftmoleküle ins Gehirn. Das Gehirn wertet den aufgenommenen Geruch aus. Handelt es sich um einen gefährlichen Geruch, löst das Gehirn in uns negative Gefühle und körperliche Reaktionen wie Ekel, Würgereiz, Gänsehaut oder Fluchtreflex  aus – je nachdem, wie groß die Gefahr ist.

Typisch gefährliche Gerüche sind z. B.:

  • verdorbenes Essen
  • saure Milch
  • ranziges Fett
  • starker Qualm (durch Brand)
  • giftige Substanzen

Angenehme Gerüche lösen Gewöhnungseffekt aus

Das menschliche Gehirn wertet jedoch nicht nur gefährliche Gerüche aus, sondern genauso angenehme Düfte, die uns gut gefallen und mit denen wir positive Erfahrungen gemacht haben. Und da sind wir bei dem Punkt angelangt, warum Sie immer weniger von Ihrem Lieblingsparfüm riechen werden.

Je häufiger Ihr Gehirn Ihren Lieblingsduft riecht, umso schneller erkennt Ihr Gehirn den tollen Duft und sendet Botenstoffe aus,  dass dieser Geruch nicht mehr wahrgenommen und im Gehirn analysiert werden muss. Es tritt also ein Gewöhnungseffekt ein.

Während Sie nach häufigem Tragen kaum oder gar nicht mehr das Parfüm riechen können, nehmen andere Menschen Ihren Parfümduft uneingeschränkt wahr. Im Umkehrschluss lässt sich dadurch auch erklären, warum der Lieblingsduft anderer Menschen auf Sie immer so wirkt, als ob das Parfüm länger auf der Haut halten würde.

Leider ist der Gewöhnungseffekt an ein bestimmtes Parfüm oder an beliebte Duftnoten nicht zu verhindern. Aber Sie können den Gewöhnungseffekt deutlich verlangsamen, indem Sie Ihr Lieblingsparfüm nicht täglich, sondern mit größeren Abständen tragen und beim Aufsprühen einige Dinge beachten. Darauf gehen wir später noch ein.

Welches Parfüm hält am längsten auf der Haut?

Im Internet finden sich diverse Angaben, wie lange ein Parfüm auf der Haut hält. Doch diese Informationen sind allenfalls bedingt richtig. Häufig finden Sie diese Fragen und Antworten.

Wie lange kann man ein Eau de Cologne riechen?

EdC ist nur 1 Stunde riechbar.

Wie schnell verfliegt ein Eau de Toilette?

Ein EdT hält maximal 2 Stunden.

Wie lange hält sich ein Eau de Parfum auf der Haut?

EdP riecht 2-5 Stunden.

Wie lange hält ein Eau de Parfum Intense / Extreme / Extrait?

Intenseparfüm, Extremeparfüm und Extraitparfüm halten mehr als 5 bis 8 Stunden.

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Was sagen die Verdünnungsklassen über die Haltbarkeit des Parfums aus?

EdC, EdT, EdP sind sogenannte Verdünnungsklassen, die jeweils Parfümöle in einem bestimmten Mengenbereich enthalten. Während Eau de Cologne nur wenig ätherische Öle enthält, haben Eau de Parfum, Intense, Extreme und Extrait einen höheren Anteil Ätherischer Öle (ÄÖ).

Anteil und Qualität des Ätherischen Öls bestimmt Haltbarkeit von Parfüm auf der Haut

Höher ÄÖ-Anteil hält Parfüm länger auf der Haut!

Wie viel ÄÖ in einem Parfum in der jeweiligen Verdünnungsklasse enthält, ist aber nicht vorgeschrieben. Es gibt also immer einen Bereich von

  • 1-3 %
  • 3-5 %
  • 6-9 %
  • 10-20 %
  • 15-40 %

Kaufen Sie statt einem Eau de Cologne (3-5%) ein Eau de Parfum (10-20 %), versteht sich von selbst, dass sich das Parfüm länger auf der Haut hält. Allerdings geben die Parfümhersteller nicht an, wie hoch der Anteil ätherischer Öle genau ist.

Manchmal hält sich EdT länger auf der Haut als EdP

Es gibt in der Verdünnungsklasse Eau de Toilette viele gut gemachte Düfte, die weitaus länger auf der Haut riechbar sind, als ein Eau de Parfum. Prada Luna Rossa Ocean EdT hat uns mit einer überdurchschnittlichen Haltbarkeit überrascht, während uns Azzaro The Most Wanted Eau de Parfum Intense sich in unserer Riechprobe viel zu schnell verflüchtigt hat.

Qualität der Ätherischen Öle

Nicht nur der Anteil von Ätherischem Öl entscheidet, wie lange Sie ein Parfüm riechen werden. Verwenden Parfümeure Ätherische Öle in sehr guter Qualität, wirkt sich das positiv auf die Haltbarkeit von Parfüm aus.

Leider gibt es keine Möglichkeit, beim Parfümkauf die Qualität der verwendeten Ätherischen Öle vorher in Erfahrung zu bringen. Da hilft nur: Parfümproben kostenlos anfordern oder Parfümprobe kaufen und das Parfüm testen.

Individuelle Körperchemie spielt auch eine Rolle

Wie lange es dauert, bis ein Parfüm sich auf der Haut verflüchtigt, hängt auch von der Körperchemie der Frau oder des Mannes ab. Der pH-Wert der Haut, der eigene Körpergeruch individueller Schweißgeruch sowie die eigene Körpertemperatur wirken sich auf die Duftentwicklung aus.

Das können Sie leicht selbst testen: Sprühen Sie das gleiche Parfüm auf Ihre Haut und auf die eines anderen Menschen. Verfolgen Sie, wie sich der Duft individuell entwickelt.

Wer täglich sehr viele Tassen starken Kaffee trinkt oder über längere Zeit zum Beispiel einen Hustenlöser mit dem Wirkstoff Acetylcystein einnimmt, entwickelt einen anderen Körpergeruch. Dieser verbindet sich individuell mit dem Duft des Parfums, wodurch dieses anders oder weniger stark wahrgenommen werden kann.

Darüber hinaus können diverse weitere Medikamente und ein überwundener Schnupfen das Riechvermögen einschränken – temporär oder dauerhaft.

Unsere Tipps: Wie hält Parfüm länger auf der Haut?

Nachdem Sie jetzt viel über den Gewöhnungseffekt, die unterschiedlichen Verdünnungsklassen und beeinflussende Faktoren erfahren haben, wollen wir aber zu konkreten Tipps kommen, was Sie tun können, damit ein Parfüm länger auf der Haut riecht.

Parfüm auf kühleren Hautstellen auftragen

Häufig wird empfohlen, Parfüm auf die sogenannten Pulspunkte aufzutragen: Inneres Handgelenk und hinter dem Ohrläppchen. Diese Körperstellen sind etwas wärmer, wodurch das Parfüm intensiver riecht – aber auch schneller verfliegt.

Tragen Sie stattdessen Ihren Duft etwas oberhalb des Handgelenks auf die Oberseite des Unterarms auf. Damit verlangsamen Sie die Duftentwicklung. Das Parfüm hält länger auf der Haut.

Parfüm nicht auf der Haut verreiben

Parfüm auf die Pulsader über dem Handgelenk sprühen und dann beide Innenflächen gegen einander reiben – so hat man es früher gemacht. Allerdings war dies noch zu einer Zeit, in denen Parfums generell sehr duftintensiv waren, wie z. B.

Inzwischen wird vom Einreiben von Parfüm abgeraten, weil dadurch die Duftmoleküle zerstört werden. Allerdings wissen wir nicht, ob es sich dabei um einen Mythos handelt oder da tatsächlich was dran ist. Wir haben es ausprobiert und konnten keinen wesentlichen Unterschied feststellen.

Denkbar ist jedoch, dass durch die Reibung, die dadurch entstehende Hitze und die Vergrößerung der Fläche der Prozess der Verflüchtigung schneller abläuft.

Mit Fett hält Parfüm länger auf der Haut

Fett ist ein hervorragender Duftträger. Deshalb enthalten Parfüme ätherische Öle als Riechstoffe. Hält bei Ihnen generell ein Parfüm nicht lange auf der Haut, kann dies daran liegen, dass Sie trockene Haut haben. Zwei Methoden helfen Ihnen dabei, die Parfümhaltbarkeit zu erhöhen.

Passende parfümierte Bodylotion zum Parfüm erhöht die Haltbarkeit des Dufts

Verlängern Sie das Parfüm durch parfümierte Bodylotion

Insbesondere für Damendüfte gibt es meist die passende parfümierte Bodylotion, die den gleichen Duft hat. Cremen Sie sich mit der Duftlotion ein, bevor Sie das Parfüm aufsprühen. Dadurch vergrößern Sie die parfümierten Hautareale. Außerdem gibt es einen weiteren positiven Effekt, durch den das Parfüm länger auf der Haut riechbar bleibt. Die Öle, die in der Bodylotion enthalten sind, steigern die Haltbarkeit des Dufts.

Durch Auftragen von Vaseline hält Parfüm länger auf Haut

Fett macht Parfüm auf der Haut länger haltbar

In unserem Artikel „Methoden der Duftgewinnung“ haben wir die beiden Verfahren Enfleurage und Mazeration beschrieben. Mit Hilfe von geruchsneutralen Fetten werden ätherische Öle aus Blüten gewonnen und konzentriert.

Diese Verfahren können Sie in vereinfachter Form dazu nutzen, das Parfüm auf der Haut länger haltbar zu machen. Reiben Sie vor dem Einparfümieren ein geruchloses Fett (z. B. Vaseline) auf die Haut und sprühen Sie dann den Duft auf.

Parfüm nicht auf die Haut sprühen

Obwohl die Haut aufgrund ihres natürlichen Fettgehalts oder durch den Auftrag von Vaseline ein guter Duftträger ist, können Sie den Gewöhnungseffekt reduzieren, wenn Sie das Damenparfüm oder Herrenparfüm nicht auf die Haut sprühen – schon gar nicht ins Dekolleté oder als Mann in den Brustbereich. Denn von dort steigen die Duftmoleküle direkt zur Nase auf, was das Gewöhnen an das Parfüm beschleunigt.

Damen und Herren mit langen Haaren können alternativ den Duft am Hinterkopf ins Haar sprühen. Auch Textilien sind gute Duftträger. Sprühen Sie den Lieblingsduft auf Ihre Kleidung, hat dies den Vorteil, dass Sie am Abend mit der Kleidung das Parfüm ablegen und Ihre Nase sich schneller entwöhnen kann.

Wie hält Parfüm länger auf der Haut?

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